Aus Gewinnern sind Verlierer geworden

Es muss bitter sein, wenn man plötzlich aus seinen grünen Träumen gerissen wird und im grellen Licht der Realität sein Scheitern eingestehen muss. Noch 2008 war Bundesumweltminister Sigmar Gabriel  überzeugt:

„Stadtwerke sind die Gewinner der Energiewende: Als lokale Dienstleistungsanbieter können sie sich mit Energieberatung besonders profilieren. Zudem erzeugen sie mit Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien die Energie der Zukunft.“

Jetzt zeigt sich, dass die Stadtwerke, genau wie die Stromkunden, Verlierer der „Energiewende“ sind. Auch die Stadtwerke München befinden sich in einer Finanzkrise, welche sie selbst mit verursacht haben: Die im Haushalt der Stadt München eingeplante Gewinnausschüttung der SWM in Höhe von 200 Millionen Euro fällt aus, stattdessen benötigen die SWM eine Finanzspritze aus der Stadtkasse.
Der Münchner Merkur berichtet dazu:

Um die Finanzen des Unternehmens zu stabilisieren, das in diesem Jahr erstmals wieder Verluste schreibt, kauft die Kommune für 200 Millionen Euro Grundstücke ihrer eigenen Tochter auf.
Erst vor kurzem hat der Stadtrat eine Aufstockung des Eigenkapitals um 200 Millionen Euro beschlossen.
In der nicht-öffentlichen Sitzung ermächtigte der Stadtrat die Stadtwerke gestern zum Erwerb von Beteiligungen an Projektgesellschaften, die „jeweils Windparks in Schweden oder Norwegen entwickeln/errichten und/oder betreiben“.

Der FDP-Stadtrat Michael Mattar kommentiert dies mit den Worten

Geld, das der Münchner Haushalt dringend braucht, verschieben wir in Investitionen, die den Münchnern nichts bringen

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/haushaltskrise-im-rathaus-ein-loch-von-millionen-1.2702436

http://www.merkur.de/…/stadtwerke-krise-erreicht-rathaus-5672306

http://www.abendzeitung-muenchen.de/..muenchner-finanzkrise-opposition-spottet-ueber-freibierpolitiker..

http://www.abendzeitung-muenchen.de/..wegen-haushaltskrise-opposition-fordert-swm-zurueck-zum-kerngeschaeft..

Siehe auch:
http://gegenwind-starnberg.de/?s=stadtwerke&submit=Suchen

Der Wind weht viel zu schwach . . .

Der Geschäftsführer der Stadtwerke München, Florian Bieberbach äußerte sich anlässlich der Mitgliederversammlung der Schäftlarner SPD zu den Berger Plänen:

„Es werde sich allem Anschein nach kein Investor finden wird, der Wind wehe viel zu schwach für einen rentablen Betrieb der Anlagen“.

 

SZ 19.09.2014

SZ 19.09.2014

Potemkinsche Windräder

„In der Not frisst der Teufel Fliegen“ sagt ein altes Sprichwort. Die Not der Münchner, geeignete Standorte für ihre hochfliegenden Windrad-Pläne zu finden, muss groß sein! Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Stadtwerke München 25 Windräder in einem Gebiet errichten wollen, in dem bekanntermaßen kein Wind weht?

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Windkarte (bayerischer Windatlas) für das Plangebiet

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Plan der Stadtwerke München für 25 Windräder

Der bayerische Windatlas zeigt das Gebiet nahezu „windfrei“ und errechnet nur ca. 1500 Volllaststunden für die geplanten Windräder. Das ist weit unterhalb der Rendite, dafür wären >2000 Volllaststunden nötig.
Die SWM haben Erfahrung mit unrentablen Windrädern. Die Ertragsdaten der Windkraftanlage auf dem Fröttmaninger-Berg sind so schlecht, dass sie im bayerischen Windatlas schamhaft verschwiegen werden: Der Netzbetreiber TenneT gibt die Strom-Einspeisemenge dieser Anlage 2013 mit 1.750.580 kWh an, was nur 1.167 Volllaststunden entspricht. Der Rotor dieser Anlage dreht sich mittels eines Motors aber sogar bei Windstille, um den öko-gläubigen Münchnern eine stetige Stromproduktion zu suggerieren!

„Die Münchner wollen sehen, wo ihr Strom herkommt!“
(Zitat eines SWM-Vertreters bei einer Veranstaltung)

http://www.stmwi.bayern.de/. ./2014/Bayerischer-Windatlas-Maerz-2014.pdf
http://www.energieatlas.bayern.de/kommunen/gebietskulisse.html
http://geoportal.bayern.de/energieatlas-karten
http://gegenwind-starnberg.de/2014/07/swm-25-windraeder-im-bayerischen-wald/
http://de.wikipedia.org/wiki/Potemkinsches_Dorf

SWM: 25 Windräder im Bayerischen Wald

Die Stadtwerke München wollen „Strom aus dem Bayerischen Wald für München“ und planen dort 25 Windräder:

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Wegmann BavForest“ von Wegmann – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Die Bäume im Nationalpark haben die Borkenkäfer gefressen – der Wald außerhalb des Nationalparks soll dem Windwahn geopfert werden!

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/windpark-stadtwerke-bayerwald-100.html

Rot-Grün in München will Kohlestrom bis 2030

Die Koalitionsgespräche zwischen SPD, Grünen, Rosa Liste und der ÖDP in München sind gescheitert. Die ÖDP forderte eine Abschaltung des Heizkraftwerks Nord in Unterföhring bis zum Jahr 2020. Rot-Grün lehnte das mit Verweis auf die Kostenbelastungen der Steuerzahler ab. Rot-Grün plant eine Ausstiegsfrist bis 2030.

Frustriert sagte Grünen-Chef Sebastian Weisenburger: „Es ist so blöd, dass die ÖDP das an einem Thema scheitern lässt.“

Im Heizkraftwerk Nord werden pro Jahr 800.000 t Importkohle verfeuert, dabei werden 2,3 Mio Tonnen CO2 ausgestoßen. Diese Menge entspricht etwa der (theoretisch anrechenbaren) CO2-Einsparung von 1.500 deutschen Windrädern. Das Heizkraftwerk München-Nord stößt daher mehr CO2 aus, als alle in Bayern vorhandenen und geplanten(!) Windräder einsparen!

http://www.merkur-online.de/../stadt-muenchen/rot-gruen-ohne-mehrheitsbeschaffer ..
http://www.gruene-muenchen.de/./oedp-beendet-buendnisverhandlungen . ./

Kohlestaub auf der (rot)-grünen Weste

Heizkraftwerk-Nord Bildautor: N p holmes  Lizenz:   CC BY-SA 3.0

Heizkraftwerk-Nord
Bildautor: N p holmes Lizenz: CC BY-SA 3.0

Laut einem Bericht auf OVB-online demonstrierte gestern die ÖDP vor dem Münchner Rathaus, weil „zwischen den ökologiefreundlichen Imagekampagnen der Stadtwerke und der Realität eine große Lücke klaffe“. So würden allein im Heizkraftwerk München-Nord etwa 800.000 Tonnen Kohle  pro Jahr verfeuert. Zudem würden die SWM diese Steinkohle aus Australien beziehen, wo wesentlich geringere Umweltstandards herrschen als in der EU.

„Nach Auskunft der Stadtwerke setzte sich die Stromlieferung der SWM im Jahr 2012 an Haushaltskunden zu 36 Prozent aus regenerativer Energie, zu 35 Prozent aus Erdgas und zu 29 Prozent aus Kohle zusammen.“

Der Atomstrom aus dem Kernkraftwerk Isar 2, an dem die SWM mit 25% beteiligt sind, fließt demnach ausschließlich an gewerbliche Kunden. Kommt da ein Atomstromfilter zum Einsatz?

http://www.ovb-online.de/bayern/sind-stadtwerke-3405229.html
http://wikimapia.org/5671689/de/Heizkraftwerk-Nord-HKW
http://www.swm.de/. . ./broschuere-erzeugungsanlagen.pdf
http://gegenwind-starnberg.de/2013/07/die-sonne-schickt-keine-rechnung/

Die Sonne schickt keine Rechnung

Pressebild RWE

Anfang 2012  wurde in Andalusien das Solarthermie-Großkraftwerk Andasol 3 in Betrieb genommen. Die Stadtwerke München hatten zusammen mit Partnern dieses 50 Megawatt große Prestigeobjekt errichtet, damit Ökostrom in den „europäischen Stromsee“ fließt.

Bereits nach einem Jahr müssen die SWM jetzt für ihren Ausflug nach Spanien teuer bezahlen. Der in großen Geldnöten steckende spanische Staat kann nicht länger 29 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom zahlen und hat die Subventionen gekürzt. Die dadurch veränderten Rahmenbedingungen “ verursachen durch Reduzierung der Einspeisevergütung, Abschaffung der Zufeuerungsentlastung und Erhebung einer Umsatzsteuer dauerhaft massive, zukünftige Einbußen. “ Die Stadtwerke München musste deshalb ihren Kaufanteil von 64 Millionen Euro komplett abschreiben.
Zitat aus obigem Film zur Einweihung von Andasol 3: „Ganz gleich wo der Ökostrom erzeugt wird, … es profitieren auch die Münchnerinnen und Münchner!“


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Quellen:
http://www.swm.de/. . ./energieerzeugung/erzeugungsanlagen/solar/filme-andasol.htm
http://www.swm.de/dms/swm/. . . /Pressemitteilung%20vom%2003.07.2013.pdf
http://www.welt.de/. . . /Muenchner-Stadtwerke-verlieren-64-Millionen-Euro.html
http://www.abendzeitung-muenchen.de/. . . stadtwerke-machen-hohe-verlust . .

Scheidung: Berg – SWM

Weil der „Einfluss der Gemeinde in der Betreibergesellschaft nicht ausreichend gesichert war“ hat Berg die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München aufgekündigt:

„Die Gemeinde Berg sieht es als erforderlich an, das Projekt Windenergie in Berg in der jetzigen Phase bis zum Bau der Anlagen enger an sich zu ziehen. Insofern wurde die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München (SWM) gelöst. Eine zukünftige erneute Zusammenarbeit mit den SWM für die Phase des Betriebs schließen wir nicht aus.“

Die Gemeinde Berg erstattet den SWM die bisherigen Kosten und will die Windkraft-Planungen ab jetzt in Eigenregie weiterführen.

Quelle:
http://quh.twoday.net/. . . nachrichten-berg-beendet-zusammenarbeit . . . 
http://www.merkur-online.de/. . . /berg/windkraft-berg-geht-eigene-wege . . . 

Windkraftpläne im Norden von Wangen

Die SWM (Stadtwerke München) planen den Bau eines(?) Windrades im Wald nördlich von Wangen! Mindestens ein Grundstückseigner hat eine entsprechende Anfrage erhalten.

Blick vom Ortsende Wangens nach Norden mit zwei der möglichen Windräder

Die SWM wollen einen sogenannten Standortsicherungsvertrag mit dem Eigner abschließen, damit sie Planungssicherheit für die nötigen Untersuchungen des Standortes haben.

Die als Windkraftvoranggebiet ausgewiesene Fläche im unteren Bereich (Gemeindegebiet Stadt Starnberg) ist ca. 50 ha groß. Im Norden grenzt das größere Windkraftvorranggebiet der Gemeinde Gauting an.

Untenstehendes Bild zeigt die Abstände der Vorangflächen zur Bebauung an:

Artikel im Münchner Merkur vom 8./9. Mai 2013

 

Die Stadtwerke München stoppen den Windkraftausbau

Als Reaktion auf die von den Bundesministern Peter Altmaier und Philipp Rösler vorgelegten Pläne zur Strompreisbremse, stoppen die Stadtwerke München alle Ökostrompläne in Deutschland. Nur jene Projekte, welche schon im Bau sind, sollen vollendet werden.
„Wenn man künftig damit rechnen muss, dass beschlossene Gesetze und fest zugesagte Bedingungen, auf deren Basis die Investitionsentscheidungen getroffen wurden, nach Belieben geändert werden, dann sind derartige Investitionen, die für die SWM von wirtschaftlich existentieller Bedeutung sind, nicht mehr möglich,“ sagte SWM-Chef Florian Bieberbach. Die SWM wollen aber weiterhin im Ausland investieren.

SZ WOR 22.02.2013

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kuenftig-kein-oekostrom-mehr…
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.stadtwerke-muenchen…..
http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/berg/berger-trotzen-….