„Mit Hängen und Würgen“

 Gemeinsame Energiewende im Süden?

Ein Bericht im Deutschlandradio Kultur von Susanne Lettenbauer und Michael Brandt

Zitat aus dem Internet-Bericht (Dieser Absatz fehlt bei obigem Podcast):

Bürgermeister Rupert Monn hat jahrelang für einen Windpark gekämpft, jetzt blickt er desillusioniert auf das kleine Wäldchen außerhalb seiner Gemeinde Berg bei Starnberg.  Im Herbst wurde  in den kleinen Wäldchen in Sichtweite seines Büros gerodet. Vier Windräder sollten sich dort ab Sommer 2015 drehen. Strom für 8000 Haushalte. Monn hat sich deswegen mit Windkraftgegnern verbale Schlachten geliefert. Mit Hängen und Würgen wurden die Planungen abgeschlossen, ob die Windräder nun kommen, ist allerdings noch immer nicht klar:

„Also für die Kommunen ist das auf jeden Fall wesentlich komplizierter geworden, sich noch für die Energiewende einzusetzen. Bei uns im Landkreis Starnberg zum Beispiel: Wir haben uns alle Kommunen im Landkreis zusammengetan, um über 14 Teilflächennutzungspläne den Bau von Windkraftanlagen zu ermöglichen. Ich sehe einfach eine Verlagerung von oben nach unten zu den Kommunen. Die Bürgermeister, die Gemeinderäte handeln sich dann den Ärger ein.“

Das Problem: Die 10-H-Regelung. Was sperrig klingt, bezeichnen die Kommunen als Aus für die Windkraft in Bayern. 10 H, das meint ein Windrad muss in zehnfacher Entfernung gemessen zu seiner Höhe von bebautem Gelände stehen. Wenn man weiß, dass Windräder sowieso rund einen Quadratkilometer im Umkreis an Freifläche benötigen, um sich den Wind nicht gegenseitig wegzunehmen, bedeutet das im zersiedelten Bayern das Aus für diese Form der erneuerbaren Energien. Außer: die Kommunen beschließen bei absoluter Mehrheit, eine Verringerung des Abstands. Ein bürokratsiches Monster, meint Monn.

http://www.deutschlandradiokultur.de/bayern-und-baden-wuerttemberg-gemeinsame-energiewende-im.1001.de.html?dram%3Aarticle_id=314031

Das sind Monster . . .

Das ZDF berichtete heute vom Wadlhauser-Graben-Krieg zwischen den Gemeinden Berg und Schäftlarn:neufahrn2Dem Berger Bürgermeister und Bauherrn des Windparks wird in dem Filmbericht sein eigenes Zitat aus dem Jahr 2011 vorgehalten:

„Diese neue Generation von Windrädern,
bis zu 200 Metern Höhe, das sind Monster, dem ist so!“

Videoquelle:  http://zdf/…mediaID=2292998

 

Der Duft der Berger Energiewende

Der Münchner Merkur begleitete den Berger Bürgermeister bei der Besichtigung der Baumfällarbeiten im Staatsforst, dem Baubeginn für die vier Berger Windräder:

„Der Duft von frisch geschnittenem Holz schwängert die kalte Waldluft. Rupert Monn atmet tief durch. Nicht, weil er den Geruch der gefällten Fichten und Buchen genießt, sondern weil er erleichtert ist.“

 

http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/berg/wadlhauser-graeben-berg-buergermeister-forst-windraeder-rodungen-laufen-fast-stoerungsfrei-4278797.html