Wer verdient an Windparks und woher kommt das Geld?

Auszug aus einem Infoflyer der Gemeinde Weisenheim am Berg (Rheinland-Pfalz):

Wir wollen uns einmal ansehen, was unsere Musterpark GmbH & Co. KG über 15 Jahre eingenommen und ausgegeben hätte.
Hier die großen Beträge in runden Zahlen:

  • 30,1 Mio. EUR (100%) waren die Einnahmen aus Windstrom. Das ist die Einspeisevergütung.
  • 18,2 Mio. EUR (60%) gingen an den Hersteller der Windräder und an Projektentwickler/Baufirmen.
  • 7,5 Mio. EUR (25%) wurden Wartungsfirmen und Versicherungen sowie für Administration bezahlt.
  • 3,5 Mio. EUR (12%) erhielt die finanzierende Bank an Zinsen für das Fremdkapital.

Das Ergebnis ist bemerkenswert:
Hersteller der Windräder, Baufirmen, Projektentwickler, Service-Unternehmen und Banken erhalten zusammen 97% der Erlöse. Allen zehn Ortsgemeinden zusammen bleiben nach 15 Jahren aus den Pachteinnahmen, dem Steueranteil, dem Gewinn/Verlust-Saldo sowie abzüglich der Zinsen für die Finanzierung des Eigenkapitals magere 213 Tsd. EUR oder 0,7% der Einnahmen. Dafür trägt sie das gesamte Risiko bis hin zur Insolvenz.

Quelle:  Windpark Flyer (Weisenheim)

Windige Geldanlagen (5)

Die Pfalzwerke, zu fast drei Viertel im Besitz von Kommunen, haben Probleme mit ihren Bioenergieanlagen. Beim Geothermiekraftwerk im pfälzischen Insheim hat wiederholt die Erde gebebt, weil das Thermalwassers im Untergrund durch das Pumpen seinen Fließweg geändert hat. Und auch die rund 60 Windräder, welche die Pfalzwerke zusammen mit dem Wörrstädter Projektentwickler JUWI betreiben, machen keine Freude, wie ein Blick in die Bilanz der „Pfalzwind“ belegt:

bilanz-pfalzwind

 

7 Millionen Bilanzverlust in den letzten Jahren und eine notwendige Kapitalspritze der Gesellschafter in Höhe von 17 Millionen – gute Geschäfte sehen anders aus. Nur etwa 80% der geplanten Winderträge wurden realisiert. Ein Fass ohne Boden! Daher haben die Pfalzwerke die Notbremse gezogen und das Gemeinschaftsprojekt Pfalzwind nach zehn Jahren einseitig aufgekündigt.

Quellen:
http://www.handelsblatt.com/./rheinland-pfalz-erde-bebt-rund-um-geothermiekraftwerk
http://www.euwid-energie.de/. ./erneutes-erdbeben-im-geothermiekraftwerk-insheim.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rheinhessen/13556693.htm
http://www.pfalzwerke.de/

Windkraft: Pro und Contra

Zwei sehr sehenswerte Filmbeiträge über die Windkraft in Rheinland Pfalz.

Pro Windkraft: Bürgermeister fordern den Austritt aus dem Welterbe “Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal” um Windräder bauen zu können.

pro

 

Contra Windkraft: Die Proteste gegen die Windräder wachsen – ausgerechnet Grünen-Politiker missachten Naturschutzgesetze und stellen sich gegen die eigene Basis.

contra

Der Film auf youtube:

Quellen:
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/30318812/1/data.pdf
http://www.rheingau-taunus.de/pdfdat/das%20mittelrheintal.pdf
http://www.welterbe-mittelrheintal.de/index.php?id=318&L=0
http://www.boppard-tourismus.de/2-0-UNESCO-Welterbe-Oberes-Mittelrheintal.html

Widerstand in Rheinland-Pfalz

HPIM0263In der Hunsrücker Kreisstadt Simmern gründeten  22 „Gegenwind“-Bürgerinitiativen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland  einen eingetragenen Verein. Auf dem Schlossplatz versammelten sich die über 600 Teilnehmer zu einer Abschluss-Demo gegen die Energiepolitik. Der zum ersten Vorsitzenden gewählte Schriftsteller Uwe Anhäuser betonte:

„Die rheinland-pfälzischen Ministerien für Wirtschaft und Umwelt haben den Naturschutz faktisch abgeschafft. Die gesetzlich vorgeschriebene Mitwirkung der zehn anerkannten Umweltverbände bei Windpark-Planungen findet seit anderthalb Jahren überhaupt nicht mehr statt. Die Energiewende ist so zum Deckmantel für die Gewinnung immenser neuer Einnahmen auf Kosten der Natur und sämtlicher bürgerlichen Stromverbraucher geworden.“

Hunsrück Bildquelle: www.pronaturraum.de

„Die erschreckende Verunstaltung unserer Heimatlandschaften durch immer größere Windrotorentürme imponiert und gefällt nur noch denjenigen, die dadurch selber Geld verdienen. Doch in Wahrheit „verdienen“ sie es nicht, denn es ist ausschließlich dasjenige Geld, das wir als private und gewerbliche Stromkunden via EEG und Einspeisevergütung berappen müssen. Die vielbeschworene ‘regionale Wertschöpfung’ ist eine dreiste Lüge. Denn hierzulande wird die Energiewende nahezu vollständig über die fortgesetzten Strompreiserhöhungen finanziert.“

 

Demo in Simmern

Demo in Simmern

 

Siehe auch: http://www.windkraftfreier-soonwald.de/

Nächtliche Illuminationen

Der Windpark Zöschingen im Landkreis Dillingen an der Donau

 

Biebern Hunsrück © Jörg Rehmann

Der Horizont bei Nacht in Biebern/Hunsrück

 

Simmern Hunsrück © Jörg Rehmann

Simmern Hunsrück, Nachtaufnahme 3. September 2013
Standort Nähe Friedhof Holzbach

Bilder: © Jörg Rehmann    http://www.soonwald.de/cms/front_content.php?idart=442