Warum Offshore-Anlagen keine 20 Jahre laufen

http://www.renewablesinternational.net/will-offshore-wind-turbines-close-in-germany-before-20-years-are-up/150/435/94174

Mehr Windräder, aber nicht mehr Strom

Mitte Januar 2015 wurde wieder eine mal mediale „Sau“ durchs Dorf getrieben. Alle überregionalen Medien warteten mit der Meldung „Offshore-Windkraft knackt Gigawatt-Schwelle“ auf. Leider wurde versäumt, zu hinterfragen, ob denn diese Offshore-Anlagen auch liefern. Als die folgenden Grafiken sah, blieb selbst mir die Spucke weg. Zwischenablage02

Diese Grafik zeigt die Einspeisung ab dem Jahr 2014.

Zwischenablage03
Der Ad-hoc-Ticker der EEX bringt hierzu folgende Meldungen :

1Dies deutet für mich auf nach wie vor erhebliche technische Probleme in der Nordeee hin.

Bericht und Grafiken: Rolf Schuster

Siehe auch:
http://www.welt.de/../Offshore-Windkraft-knackt-Gigawatt-Schwelle.html
http://gegenwind-starnberg.de/2014/08/mehr-windraeder-aber-weniger-strom/

Der Offshore-Stromausfall hält an

1Bild 1 zeigt den zeitlichen Verlauf des Aufbaus der Offshorewindparks im Netz von TenneT. Dies sind alle der Zeit in Betrieb befindlichen Offshoreanlagen in der Nordsee. (Hellblaue Fläche) Die Dunkelblaue Fläche zeigt die tatsächliche Einspeisung dieser Anlagen. Eine Einspeisung nahe der Nennleistung wurde nur bis mitte 2011 erreicht.
Danach sinkt die Einspeisung unter 30% der Nennleistung im Jahr 2014. Daraus lässt sich auf erhebliche technische Probleme der Offshoretechnik schließen.

 

2 Bild 2 zeigt den Verlauf der Nennleistung und Einspeiseleistung im Jahr 2014

 

3Der Monat September war sicherlich eine finanzielle Katastrophe für die Betreiber der Offshore-Windparks.

Text und Grafiken von Rolf Schuster

Siehe auch:
http://www.verivox.de/nachrichten/raeder-stehen-still-im-groessten-deutschen-offshore-windpark-100601.aspx

Mehr Windräder aber weniger Strom!

Das Offshore-Chaos wird immer größer! Obwohl die Anzahl der Windräder in der Nordsee steigt, liefern diese nicht mehr, sondern weniger Strom.

wind-offshore

Der Windpark „Bard Offshore 1“ musste zum Beispiel im März 2014 für mehrere Monate vom Netz genommen werden. Grund waren Probleme mit der Gleichstrom-Kabelverbindung (HGÜ). Die Betreiber des Windparks bekommen die rätselhaften Störfälle nicht in den Griff. Die dort erstmals eingesetzte Gleichstromtechnik sollte eigentlich das Rückgrat der Energiewende sein. Die Probleme mit der Anbindung des Windparks belasten auch das Konzernergebnis der Schweizer ABB. Die Firma baute die Umsetzer-Plattform BorWin alpha. Vorstandschef Ulrich Spiesshofer macht wenig Hoffnung, dass sich das so schnell ändern wird: Die Sparte  Energietechnik-Systeme werde das Ergebnis auch in den kommenden Quartalen belasten.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP):

„Bard Offshore 1 ist das beeindruckende Pionierprojekt einer jungen Industrie, die das Potenzial hat, langfristig eine wichtige Rolle in unserem Energiemix zu spielen. Die erfolgreiche Fertigstellung des Windparks auf hoher See ist eine technologische und logistische Meisterleistung.“

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/BorWin_Alpha
http://new.abb.com/systems/hvdc/references/borwin1
http://www.welt.de/…/Deutschland-startet-Grosskraftwerk-auf-dem-Meer.html
http://www.welt.de/…/Groesster-deutscher-Meereswindpark-faellt-aus.html
http://www.freiewelt.net/bard-offshore1-wind-liefert-nicht-10036140/
http://www.tennet.eu/de/…/offshore/netzanbindung-borwin1.html

„Das ist keine Energiewende, sondern ein Energieslalom“

Der Spiegel berichtet vom Niedergang der Offshore-Windindustrie in Bremen:

Weserwind: hat alle 700 Leiharbeiter entlassen, schickt 500 Stammkräfte in Kurzarbeit. Powerblades: 400 Leiharbeiter weg, Kurzarbeit für das Gros der 250 Festangestellten. Areva: will 100 von 580 Leuten kündigen.

http://www.spiegel.de/. ./energiewende-offshore-flaute-in-bremerhaven

Offshore-Windkraft weiter auf Sparflamme

Tennet-offshore-okt-nov-2013
Der Ausfall von ~90% der Offshorewindkraft im Bereich des Netzbetreibers Tennet hat sich im November fortgesetzt. Die installierten Windrädern mit zusammen 450 Megawatt speisen nur mit maximal 50 Megawatt ein. Nach Berechnung von Herrn Schuster ergibt sich daraus allein im November ein finanzieller Verlust von 128 Millionen Euro.
Die vollständige Berechnung von Herrn Schuster: Tennet_offshore_Nov_2013

Offshore-Pionier Bard stellt Betrieb ein

BARD_BO1_03

Quelle „BARD-Gruppe“

Das angeschlagene Windkraft-Unternehmen Bard stellt seinen Betrieb ein. Wegen fehlender Aufträge wird im Januar voraussichtlich 250 Beschäftigten gekündigt. Das Unternehmen hatte zuletzt ~800 Millionen Euro Schulden in der Bilanz.
Der Hochseewindpark BARD Offshore 1, 100 km nördlich von Borkum gelegen, war Ende August 2013 eröffnet worden. Mit 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse ist er der leistungsstärkste deutsche Windpark auf hoher See. Die Errichtung wurde vor allem von der italienischen Großbank Unicredit finanziert. Mit ~2,8 Milliarden Euro Investitionskosten wurde er deutlich teurer als geplant. Der Stadtwerkeverbund Südweststrom mit Sitz in Tübingen hatte 2010 einen Kaufvertrag über 1,5 Milliarden Euro ausgehandelt. Vor einem Jahr hat man sich dann entschieden, den von Pannen begleiteten Windpark „Bard Offshore 1“ nicht zu kaufen. Für Südweststrom war bereits ein Kaufpreis von 2 Milliarden Euro unrealistisch: „Das wäre indiskutabel. Da würde man keine vernünftige Eigenkapitalrendite mehr erzielen“.

http://www.bard-offshore.de/startseite.html
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/. . .http://www.handelsblatt.com/. . . meereswindpark-pionier-bard-stellt-betrieb-ein/. .
http://www.haz.de/. . /EnBW-legt-Offshore-Windpark-auf-Eis

Offshore Blackout

Am 18. oder 19.10.2013 kam es offensichtlich im Offshore-Einspeisegebiet des Netzbetreibers TenneT zu einem massiven Störfall bei der Windstromeinspeisung.

TenneT_Offshore

Der Schaden ist bis heute nicht behoben, denn seit diesem Zeitpunkt speisen die Offshore-Anlagen in der Nordsee nur noch (gedeckelte?) 10 Prozent ihrer Nennleistung ein.

Die folgende Tabelle zeigt den Tagesverlauf der Einspeisung am 18.10.2013.

windenergieeinspeisung 18.10

Quelle:
http://www.tennettso.de/site/Transparenz/veroeffentlichungen/netzkennzahlen/tatsaechliche-und-prognostizierte-windenergieeinspeisung?zeige_datum=2013-10-18&zeit_von=18:00:00&zeit_bis=24:00:00

Wal-Tran an den (grünen) Händen

Der britische Telegraph schreibt:

Nicht genug, dass Windräder die Landschaft zerstören, Pferde erschrecken, Vögel zerhacken, sich selbst entzünden, Immobilienwerte vernichten, die Anwohner mit Infraschall verrückt machen, die Strompreise hochtreiben, zu staatlicher Alimentierung führen, Grundbesitzer reicher und alle anderen ärmer machen, den Kauf von protzigen Elektro-Sportwagen fördern, seltene Erden mit ihren enormen Umweltschäden benötigen, für einen „grünen“ Arbeitsplatz 3,7 echte Arbeitsplätze zerstören, Nachbarschaften vergiften, Touristen vertreiben und Leben ruinieren, nein –

sie killen sogar Wale!

Quelle:
http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100080019/wind-farms-kill-whales-blubber-on-the-green-movements-hands/

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2321453/Dale-Vince-Victory-new-age-traveller-turned-green-energy-tycoon-judge-rules-DOESNT-support-ex-wife-divorced-earning-millions.html

Offshore: “Vorsicht schadet!”

Der Windkraftprojektierer Windreich ist pleite und hat beim Amtsgericht Esslingen Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Willi Balz, Geschäftsführender Gesellschafter der Windreich GmbH in Wolfschlugen bei Stuttgart, hat sich heute mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung der Windreich GmbH zurückgezogen. Schon früher gab es negative Schlagzeilen. So konnte das Unternehmen den Anteilsinhabern die Zinsen nicht pünktlich zahlen und gegen einige Vorstände wird wegen Bilanzmanipulation, Kapitalanlagebetrug, Kreditbetrug und Insolvenzverschleppung ermittelt. Die Firma projektierte den Bau von Offshore-Windparks. Windreich besitzt etwa ein Drittel der verfügbaren Flächen für den Bau von Windrädern in der Nord- und Ostsee.

Ausriss aus dem Sonntagsjournal der Nordsee Zeitung vom 27.08.2013

windreich

Quellen:
Handelsblatt Online
http://windreich.ag/