„Absperren, abwarten, abbrennen lassen“

Aus noch ungeklärter Ursache fing am 25. September 2013 ein Windrad vom Typ Nordex S-77  in der Nähe von Lahr (Ortenaukreis) im Bereich der Nabe Feuer. Durch die Brandeinwirkung brach einer der 9 Tonnen schweren Flügel des Windrades ab und stürzte aus 90 Metern Höhe in die Tiefe.  40 Kräfte der Bereitschaftspolizeidirektion und des Polizeireviers Lahr sperrten alle Waldwege im 500 Meter-Umkreis des Brandes. Der Schaden wird auf etwa 3 Millionen Euro geschätzt.

Fotos vom brennenden Windrad (Fotogalerie veröffentlicht am 25. September 2013 auf badische-zeitung.de )

Neue Bilder vom abgebrannten Windrad in Lahr (Fotogalerie veröffentlicht am 26. September 2013 auf badische-zeitung.de )

„Nicht einmal genug Wind um die Förderungsgrenze zu erreichen“

Dr. Wolfgang Ziebart, Aufsichtsrat bei Nordex SE, einem Hersteller von Windenergieanlagen, hat bei einem Vortrag der Starnberger FDP bezweifelt, dass Windkraftanlagen im Landkreis Starnberg rentabel zu betreiben sind. Trotz seiner erheblichen Bedenken nimmt er an, dass Windräder im Landkreis Starnberg „nicht zu verhindern sind“, weil die Stadtwerke München andere Interessen verfolgen und andere Finanzierungsmöglichkeiten haben.

Bedauerlich ist nur, dass dieser Vortrag einen Tag nach der Abstimmung im Kreistag gehalten wurde.

Bericht im Münchner Merkur:
http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/experte-wenig-wind-fuenfseenland-2331518.html

Windkraftfirmen im Fallwind

Die gesamte Windkraftbranche hat derzeit schwer mit Überkapazitäten wegen einer schleppenden Entwicklung des Marktes sowie der Streichung staatlicher Förderungen für erneuerbare Energien zu kämpfen. Die Aktienkurse der Firmen fallen seit Jahren. Der weltgrößte Windturbinen-Hersteller Vestas rutscht immer weiter in die Krise. Nach neuesten Meldungen weitete sich der Verlust auf 245 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr war das Minus mit 69 Millionen Euro noch nicht einmal ein Drittel so groß.

Der Windanlagenbauer Nordex stellt seine Offshore-Stromerzeugung auf hoher See ein. „Man gibt ein Potenzial auf, aber man hat auch ein Risiko weg“, sagt Roger Peeters, Vorstand von Close Brothers Seydler Research.

Auch Siemens hat mehr Schwierigkeiten als erwartet, ausgerechnet in einem Geschäftsbereich, der von Konzernchef Löscher ausdrücklich als Zukunftsmarkt bezeichnet wird: der Windenergie. Siemens schafft es bislang nicht, seine Windparks vor der deutschen Nordseeküste ans Stromnetz zu bekommen. Verbuchte Siemens in der Sparte Stromübertragung bereits im ersten Quartal (Oktober bis Dezember) Belastungen von 203 Mio. Euro, könnten im zweiten Quartal nun Belastungen in ähnlicher Größenordnung auflaufen, wie aus dem Unternehmen zu hören ist.

Das deutsche Offshore-Ziel von 10.000 Megawatt bis zum Jahr 2020 könnte deutlich verfehlt werden. Das Beratungsunternehmen Trendresearch warnte, dass in einem „worst case-Szenario“ bis zum Jahr 2020 statt der geplanten 10.000 nur 4.000 Megawatt installiert werden können.

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/windturbinen-hersteller-vestas-schockiert-anleger-mit-millionenverlust/6580276.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article106195268/Windkraft-ruiniert-Siemens-den-Gewinn.html