Nicht 10H, sondern 10 Meilen!

Nicht nur zwischen den Gemeinden Berg und Schäftlarn gibt es Streit, sondern auch international kommt es wegen der „Grenzbebauung“ mit Windrädern zu Spannungen. Die niederländischen Gemeinden Groesbeek, Gelderland und Gennep kämpfen gegen den Bau von Windmühlen im deutschen Kranenburg. Die Räder sind nur etwa 400 Meter von der Grenze entfernt. Die Gemeinden fürchten, dass die neuen Windmühlen Touristen, Wanderer und Radfahrer verjagen. Anya Niewierra, Tourismus-Leiter von Süd-Limburg fordert ein Verbot von Windmühlen innerhalb eines zehn Meilen Abstandes zur Grenze.
http://www.nltimes.nl/2015/05/04/border-towns-fighting-windmills-in-germany-belgium/

2 Tote bei Brand eines Windrades

Beim Brand eines 68 Meter hohen Windrades auf dem Mariadijk in Südholland kamen gestern zwei Mechaniker ums Leben. Zwei weitere konnten sich in Sicherheit bringen.

brand

Einen Tag zuvor brannte bei Magdeburg ein Windrad, angeblich wegen einer Überhitzung durch die anhaltenden Sturmböen.
http://www.bild.de/. . ./bei-magdeburg-windrand-faengt-feuer-und-brennt-ab-. . . 

http://www.trouw.nl/. . . /2013/10/29/Twee-doden-bij-brand-windmolen.dhtml

http://www.nrc.nl/. . . -vermiste-monteur-windmolen-zuid-holland-dood-gevonden/

 

Wir sind die Deppen Europas (2)

Die Firma TenneT, niederländischer Staatskonzern und einer der Betreiber des deutschen Hochspannungsnetzes, will die Leitungen zwischen den Niederlanden und Deutschland verstärken. Denn wenn in Deutschland die Sonne scheint und der Wind weht, drosseln die Holländer ihre Kraftwerke und importieren billigen Überschuss-Strom aus Deutschland.

Die Niederlande beziehen derzeit ~30% Ihres Strombedarfs aus Deutschland.

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Quellen:
http://www.eike-klima-energie.eu/../deutsche-stromkunden-sanieren-..-niederlande/
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/a-865889.html

Tausche Windstrom gegen Atomstrom

Das Problem der regenerativen Energien ist ihre Unstetigkeit. Zeiten des Überangebots wechseln mit Zeiten des Mangels. Die deutschen Netzbetreiber lösen dieses Problem indem sie überschüssigen Windstrom nach Holland exportieren und die Zeiten der Flaute mit Atomstrom aus Frankreich und Tschechien überbrücken.
Zum Vergleich, die vom KKW Grafenrheinfeld im Jahr 2010 eingespeiste Energie betrug 6,928 TWh. Die importierte Strommenge aus Frankreich und Tschechien von ~20 TWh/Jahr entspricht daher der Jahres-Leistung von 2-3 Kernkraftwerken.

Windstrom für die Holländer zum Spot(t)preis

Die deutschen Stromexporte summierten sich seit Jahresbeginn auf einen Rekordwert von etwa 17 Mrd. Kilowattstunden (kWh)  (1). Das entspricht dem Jahresstrombedarf von 5 Millionen 2-Personen-Haushalten. Die Stadtwerke München produzieren mit ~7,5 Mrd. Kilowattstunden (4) weniger als die Hälfte dieser Menge.
In Deutschland sind derzeit ~23.000 Windräder mit ~30 GW Leistung errichtet. Diese erzeugten im Monatsdurchschnitt von März 2012 – Juni 2012 ~ 3,3 Mrd kWh:

Quelle: Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt - 31.10.2012

Seit März dieses Jahres importieren alleine die Niederländer 2 Mrd. Kilowattstunden pro Monat aus Deutschland (2).

Jedes zweite deutsche Windrad lief in diesem Zeitraum ausschließlich um Strom für die Holländer zu produzieren!

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 10.11.2012: Die genannten Mengen enthalten auch jenen Strom, der unbezahlt in die Netze der deutschen Nachbarn fließt. Das geschieht etwa dann, wenn Windkraftwerke wegen starken Sturms deutlich mehr Strom liefern, als die deutschen Netze aufnehmen können.
Kein Wunder, dass die Holländer teure Kraftwerke herunter fahren, um Platz zu schaffen, für Billigstrom aus Deutschland (7). Dank dieser Stromimporte zum Spottpreis lag im Mai/Juni 2012 der Anteil an regenerativem Strom im holländischen Netz  bei 25% (3), und damit  höher als in Deutschland.

Für all dies zahlt der deutsche Stromkunde. In Holland kostet die kWh Strom 18,4 Cent, bei uns demnächst 30 Cent (6). Wir sind die Deppen Europas.

Quellen:
(1) http://www.iwr.de/news.php?id=22404
(2) http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-89452-2.html
(3) http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-89452-3.html
(4) http://www.swm.de/privatkunden/unternehmen/ . . energien.html
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie#. . . . 
(6) http://www.kwh-preis.de/strompreis-dossier-teil-5-strompreise . . .
(7) 
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,865889,00.html 

 Manager-Magazin: Deutschland exportiert so viel Strom wie noch nie 

Die Provinz Nord-Holland verbietet Windmühlen!

Bildquelle: de.wikipedia.org

Nord-Holland, eine Provinz im Nordwesten der Niederlande steht  in Bezug auf die Bevölkerungsdichte in den Niederlanden an zweiter Stelle. Die Landschaft zeigt sich in diesem Gebiet sehr vielfältig: von Dünen über Wälder, vom ländlichen Gebiet bis hin zur Stadt. Es ist auch eine sehr wasserreiche Provinz: Gut 20% der Fläche bestehen aus Wasser.  Ab Ende dieses Jahres dürfen hier keine Windräder mehr gebaut werden, weil die großen, modernen Windkraftanlagen nicht in die Landschaft der Provinz passen!
Die vorherige Regierung wollte die Zahl der Windmühlen in den Niederlanden noch deutlich erhöhen, auf  mindestens sechstausend Megawatt Leistung ,dreimal so viele, wie es heute sind.

Quellen:
http://www.nrc.nl/nieuws/2012/09/05/windmolenverbod-voor-noord-holland/
http://nos.nl/artikel/414818-noordholland-verbiedt-windmolens.html
http://www.noord-holland.nl/web/Actueel/Nieuws/Artikel/Geen-nieuwe-windmolens-in-NoordHolland.htm