Abschalten bevor die Leitung glüht

Der NDR berichtet:
Durch den starken Zubau an Windparks stößt das Stromnetz im Norden an seine Grenzen.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Stromnetz-ueberlastet-Windanlagen-stehen-still,stromnetzueberlastet100.html
Das Abschalten habe deutlich zugenommen, bestätigen die Mitarbeiter in der Zentrale. Knapp 50.000 Mal mussten Umspannwerke in Schleswig-Holstein im Mai ihre Leistung reduzieren – Rekord. Die Windparkbetreiber werden jedoch über die EEG-Umlage entschädigt. Stromkunden zahlen die Rechnung.

https://www.ndr.de/./schleswig-holstein/Stromnetz-ueberlastet-Windanlagen-stehen-still

Kurzschluss: Streit um Energiewende

ARD Bericht aus Berlin, 22.03.2015

„Die geplante Energiewende spaltet zunehmend die Große Koalition. Ein Treffen zur Lösung des Streits um Preise, Leitungen und Kraftwerke wurde nun verschoben. Droht die Energiewende zu scheitern?“

http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/bab-3197~_bab-sendung-185.html

Grenzsperren für Windstrom

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

Wenn der Wind kräftig weht und die Sonne scheint, wird viel Strom ins Netz eingespeist, oft mehr als in Deutschland verbraucht werden kann. Sind die Leitungen in Deutschland voll, fließt der Strom weiter nach Polen. Ungeplante Stromflüsse können so zu negative Auswirkungen auf die Systemstabilität und bei der Versorgungssicherheit führen. Der polnische Netzbetreiber muss dann zum Beispiel kurzfristig Kraftwerke abschalten.

Um diese Probleme künftig zu vermeiden werden bis 2017 dies- und jenseits der Grenzen zu Polen und Tschechien Phasenschieber installiert, die den Stromfluss wie Ventile steuern sollen. Nur wenn Polen oder Tschechen Strom einführen will, werden diese geöffnet. Die Investitionskosten für die vier Phasenschieber werden auf 300 Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte dieser Kosten bringt der deutsche Netzbetreiber 50Hertz auf und legt den Betrag auf den Strompreis um.
Nach Fertigstellung der Phasenschieber werden auch die Entschädigungszahlungen für die Strom-Nichterzeugung zunehmen, denn wenn niemand in Europa den Windstrom geschenkt(!) haben will, müssen die Windräder abgeschaltet werden. Das Geld bekommen die Betreiber auch bei „Nichterzeugung“:

Härtefallregelung des EEG §12:

„Wird die Einspeisung von EEG-Strom wegen eines Netzengpasses… reduziert, sind die von der Maßnahme betroffenen Betreiberinnen und Betreiber für 95 % der entgangenen Einnahmen zu entschädigen. Übersteigen die entgangenen Einnahmen in einem Jahr ein Prozent der Jahreseinnahmen, sind die Betreiberinnen zu 100 % zu entschädigen.

Das BMWI feiert diesen Irrsinn als einen „Meilenstein beim Netzausbau in Europa“.

http://www.faz.net/./oekostromausbau-deutsche-und-polen-begraben-stromstreit

Windstrom bis die Leitung glüht

Interessante Infos aus Österreich zum Thema Windstrom:  kurier.at. Bitte auch die Leserkommentare beachten! Zitate aus dem Artikel:

Österreich Sonntag, 3. November, 14 Uhr:
„Binnen kurzer Zeit ist die Leistung der Windkraftanlagen von 200 auf 1270 Megawatt hochgeschnellt“, erzählt Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid (APG), die für das Funktionieren der Hochspannungsleitungen in Österreich zuständig ist. In Österreich wurde der Strom zu diesem Zeitpunkt nicht gebraucht. Der einzige Ausweg: Der Windstrom musste ins benachbarte Ausland abgeleitet werden, sonst wären unsere Stromleitungen zusammengebrochen.

Deutschland 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit:
Deutschland produziert enorm viel Windenergie. Mangels Nachfrage sinkt der Strompreis an der Börse auf wenige Euro pro Megawattstunde. „Daraufhin kauften alle Stromhändler in Österreich wie wild an der Börse ein“, erzählt Christiner. Diese Mengen aber konnten mangels ausreichender Leitungen nicht nach Österreich transportiert werden. Die APG-Mitarbeiter mussten die Stromimporte der Händler daher kürzen.

Quelle:
http://kurier.at/wirtschaft/marktplatz/wie-ein-windstoss-am-sonntag-das-stromnetz-ergluehen-liess/34.256.859

 

Energiewende “vor dem Scheitern”

Der Vorstandsvorsitzende von Österreichs größtem Elektrizitätskonzern, Herr Wolfgang Anzengruber spricht aus, was unsere Politiker noch leugnen: Die deutsche „Energiewende“ steht vor dem Scheitern! Das Interview mit dem Chef der Verbund AG liest sich wie eine Anklageschrift:

„Wir bauen mittlerweile Erzeugungsanlagen, ohne dass es eine Leitung dorthin gibt. Das hätte es früher nie gegeben. Kein Mensch hätte ein Kraftwerk gebaut ohne einen Netzanschluss. Man könnte es zynisch formulieren: Das ist insofern konsequent, weil Investitionen in erneuerbare Energien oft gar nicht der Energieversorgung dienen. Es sind reine Finanzanlagemodelle. Es zahlen alle dafür, dass einige wenige tolle Renditen erzielen können.“

„Man muss klar feststellen: In der Zeit der Energiewende ist die Stromversorgung in Deutschland und Europa erheblich schlechter geworden. Der Netzbetreiber Tennet, der für das Hochspannungsnetz von Nord nach Süd zuständig ist, schaut sich verzweifelt nach Winterhilfe um, also nach Leistungsstützungen für Süddeutschland.

 „Deshalb ist ausgerechnet der größte Klimaverschmutzer, die Braunkohle, derzeit die wirtschaftlichste Erzeugungstechnologie – eine weitere Skurrilität der Energiewende.“

Quellen:
http://www.industriemagazin.net/home/artikel/Energieversorger/Verbund_Chef_Anzengruber_Energiewende_vor_dem_Scheitern/aid/16376?analytics_from=more_ressort
http://www.manager-magazin.de/lifestyle/artikel/0,2828,873716-6,00.html

Tschechien wehrt sich gegen deutschen Windstrom

Tschechiens Industrieminister Martin Kuba:
„Seit dem letzten Jahr ist die Überlastung unserer Stromnetze deutlich gestiegen. Das bedroht die Energiesicherheit unseres Landes. Wir müssen die Interessen der Tschechischen Republik schützen.“

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1930071/