Der Biogas-Boom ist vorbei

„Die Entwicklung der Biogasnutzung in Deutschland ist sehr ernüchternd.“ Mit diesen Worten fasste der Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., Horst Seide, die aktuellen Branchenzahlen zusammen. Nachdem bereits das Jahr 2012 mit 340 Neuanlagen einen Einbruch um rund 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr brachte, ist der Neubau in diesem Jahr mit gerade mal 205 Anlagen erneut enttäuschend. Knapp die Hälfte der Neuanlagen sind Gülle-Kleinanlagen mit einer Leistung von maximal 75 Kilowatt. Die installierte elektrische Leistung der Biogasanlagen liegt Ende dieses Jahres bei circa 3.547 Megawatt (MW) und damit knapp 200 MW über dem Stand Ende 2012. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 40.000 und hat sich im Vergleich zum Jahr 2011 annähernd halbiert.

Die Politik hat die Notbremse gezogen, weil der hoch subventionierte Maisanbau für Biogasanlagen zu Lasten der Getreideanbaufläche geht. 2012 war die Bundesrepublik erstmals seit 25 Jahren auf Getreideeinfuhren angewiesen. Weil aber auch in den USA erhebliche Mengen Mais in die Energieproduktion gingen, lag der Weltmarktpreis über dem Preis in Europa. Die EU konnte deshalb den Getreidepreis bei uns nicht mehr durch billige Importe auf das gewünschte niedrige Niveau drücken. Die Folge waren hohe Getreidepreise in Europa während der vergangenen zwei Jahre.

http://www.biogas.org/../13-11-12_PM_Agritechnica_v5.pdf
http://www.nwzonline.de/./biogas-boom-treibt-getreidepreise-in-die-hoehe..
http://www.spiegel.de/./biogas-boom-deutschland-braucht-getreide-aus-dem-ausland..

Hilfe vom EU-Parlament

Das EU-Parlament hat einem Bericht zufolge Umweltschutz-Auflagen für Bauprojekte verabschiedet, die den Bau neuer Windräder stoppen könnten. Teil der sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung solle künftig auch eine „Abschätzung der optischen Auswirkungen“ sein, berichtet der „Focus“. Damit sollten Bauvorhaben verhindert werden, „die die Sicht auf die Natur einschränken und die Harmonie der Landschaft stören“.  Zu beachten seien „qualitative Urteile“, die „im Zusammenhang mit der menschlichen Wertschätzung und der Interaktion mit Landschaft“ stünden.

Quelle:
http://www.welt.de/./EU-Auflage-koennte-Bau-von-Windraedern-massiv-

„Grün, Schlecht, Teuer“

19 Pfennige pro Kilowattstunde und 19 DM Grundpreis im Monat, mit diesen Preisen startete 1999 die die Firma „Yello Strom“ als erste nationale Marke in den Markt. Der damalige Slogan „Gelb, Gut, Günstig“ trifft inzwischen für den deutschen Strom nicht mehr zu, da gilt inzwischen „Grün, Schlecht, Teuer“:

Strompreise in Europa im Januar 2013

Damals zahlte ein Familie für einen Jahresstromverbrauch von 4000 kWh Strom inkl. Grundpreis, Durchleitungsgebühren, Zählermiete, Ökosteuer, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer den Betrag von 505.- Euro. Die gleiche Strommenge kostet heute bei den SWM 1153.- Euro.

Quellen:
Erste_nationale_Strommarke_draengt_auf_den_Markt__09_08_99_
 

EU stuft EEG als staatliche Beihilfe ein

Einem Medienbericht zufolge hat der europäische Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia das EEG scharf kritisiert. Das EEG insgesamt könnte künftig als staatliche Beihilfe eingestuft werden. Dies hätte zur Folge, dass das Gesetz dann dem Beihilfenotifizierungsverfahren unterworfen wäre. Auch die Ausnahmeregelung für die Industrie bei der EEG-Umlage hat die EU-Kommission kritisiert. Im Februar 2013 soll ein formelles Beihilfeprüfverfahren eingeleitet werden. Die EU-Kommission bezeifelt sogar, ob das EEG in seiner Grundkonstruktion eigentlich noch mit europäischem Recht vereinbar ist.

Quelle: http://tinyurl.com/EU-gegen-EEG

Rausgeschmissenes Geld

In Deutschland sind 1/3 der europäischen Windräder(-leistung) und fast 2/3 der europäischen Solarzellen(-leistung) installiert, obwohl es für beide Energiequellen ein völlig ungeeigneter Standort ist! In Estland produziert das gleiche Windrad doppelt so viel Strom wie in Deutschland und in Spanien bringt die gleiche Solarzelle fast den dreifachen Stromertrag wie im sonnenarmen Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer Studie zum Stand der regenerativen Energien in Europa.

Quelle: http://www.eurobserv-er.org/pdf/barobilan11.pdf
Kurzfassung: Euroserver_Wind_Solar_Europa_2009_2010