Gegenwind in Dänemark

Auch im Windenergie-Musterland Dänemark wächst aus Sorge um die Gesundheit der Protest gegen Windräder. Ein Radiobericht aus unserem nördlichen Nachbarland:

Ein Artikel der Welt zum gleichen Thema:
http://www.welt.de/./Macht-der-Infraschall-von-Windkraftanlagen-krank

 

Dänemark untersucht Gefahren durch Windkraft

Aus einem Beitrag von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Stockholm

Aslak Harbo Poulsen vom dänischen Krebsforschungsinstitut Kräftens Bekämpelse:

„Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen Lärm und verschiedenen Krankheiten, wie beispielsweise Bluthochdruck und Diabetes. Die interessante Frage ist, ob es diese Verbindung auch bei der Art von Lärm gibt, den die Windräder machen“, so Poulsen. Anwohner von Windkraftanlagen klagen über Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und in einigen Fällen Tinnitus und Angstgefühle.

 

Der gesamte Beitrag als Podcast der ARD, gesendet am 13.03.2015 um 00:49 Uhr


http://www.tagesschau.de/ausland/windenergie-101.html

Folgt dem dänischen Vorbild!

„Während die dänische Regierung eine breit angelegte Studie zur Erforschung von Gesundheitsgefahren durch Windräder in Auftrag gegeben hat und die meisten dänischen Kommunen ihre geplanten Windenergieprojekte bis zur Vorlage der Ergebnisse auf Eis gelegt haben, geht der von der Bundesregierung und den Landesregierungen forcierte Windenergieausbau in Deutschland unvermindert weiter.“

„Wenn die Bundesregierung die Ergebnisse der dänischen Studie, die im Jahr 2017 vorliegen werden, nicht abwarten möchte, sollte sie zumindest ein unabhängiges Forschungsinstitut beauftragen, eine vergleichbare Untersuchung durchzuführen. Bis zur Auswertung der Ergebnisse muss sie allerdings ein Ausbaumoratorium beschließen, indem sie die Förderung der Windenergie durch das EEG aussetzt. Unabhängig davon sollten die Landesregierungen den Mindestabstand zur Wohnbebauung auf das Zehnfache der Windradhöhe durchsetzen, wie es in Bayern bereits praktiziert wird. Alles andere wäre den Menschen in unserem Land nicht mehr vermittelbar“

Florian Rentsch
Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag
und Bundesvorstandsmitglied der FDP

http://www.fdp-fraktion-hessen.de/Energiewende/14908c33754i1p32/index.html

„Deutsche Behörden spielen das Problem noch herunter“

Ein Großteil der dänischen Kommunen hat die Pläne für neue Windparks auf Eis gelegt, bis die staatliche Untersuchung über die Gesundheitsprobleme durch Infraschall abgeschlossen ist

Jan Hylleberg
Vorstandschef des Verbandes der dänischen Windindustrie

Sowohl die Überschrift als auch das Zitat stammen aus dem Bericht
„Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank?“ der Zeitung Die WeltDarin nimmt der Autor Bezug auf einen Bericht des dänischen Boulevard-Blattes Ekstra Bladet mit dem Titel: Windkraftanlagen haben immer Recht aus dem folgender Auszug stammt (übersetzt mit google):

Kampf gegen die Räder
Problem sind die entnervenden, konstante Klänge, denen die Nachbarn ausgesetzt sind. Wie Gitte und Jens Peter Nielsen Slæbæk. Sie leben auf Taasinge, zwischen zwei 127 Meter hohen Anlagen, mit 1100 bzw. 900 Meter Abstand zu ihrem Anwesen  Zerrissen Løkkegård, das Jens Peter vor über 30 Jahren von seinem Vater übernommen hat. Heute können sie es nicht loszuwerden. Niemand wird im Rauschen der Hölle bleiben. Gitte hat schwerwiegende Schlafstörungen, Jens Peter muss immer mit Ohrstöpseln schlafen. Will er entkommen, müsste er sein Eigentum zum halben Preis verkaufen, was gerade für ihn als Schotte, besonders schwer ist.

http://www.welt.de/wirtschaft/./Macht-der-Infraschall-von-Windkraftanlagen-krank
http://ekstrabladet.dk/ekstra/ekstra-meninger/article5126577.ece

 

Der Strompreis sinkt – in Österreich

Laut den Berechnungen der Österreichischen Energieagentur sinkt der Österreichische  Strompreisindex im September 2013 gegenüber dem Vormonat um 2,7 %. Im Vergleich zum September des Vorjahres ist ein Rückgang von 17,9 % zu erwarten. Dieser Preisrückgang wird an die Haushaltskunden weitergegeben:

Verbund-Strom-Werbung

Verbund-Strom-Werbung

In Deutschland steht dagegen die nächste Preisanhebung bevor. Am Kontostand des EEG-Kontos kann man ablesen, dass die derzeitige EEG-Umlage erheblich zu niedrig ist. Bis zum Jahresende werden ~3 Milliarden Euro auf dem Konto fehlen. Damit dieses und das nächste Jahr ausgeglichen werden können, müsste die EEG-Umlage für 2014 folglich um ~6 Milliarden Euro (= 75 Euro pro Bürger) angehoben werden:

EEG-Kontostand_2013_Juli

EEG-Kontostand_2013_Juli

Der deutsche Strompreis liegt derzeit noch an zweiter Stelle in Europa. Da auch die Dänen derzeit in großen Mengen billigen deutschen Strom kaufen, den wir nicht verwerten aber bezahlen müssen, wird sich das im kommenden Jahr ändern: Wir werden Europameister!

Strompreise in Europa

Strompreise in Europa

Quellen:
http://www.energyagency.at/fakten-service/energie-in-zahlen/strompreisindex.html
http://www.verbund.com/at/de/haushalte/strom-wechsel-produkte
http://www.eeg-kwk.net/de/file/EEG-Kontostand_2013_Juli-final.pdf
http://www.kwh-preis.de/. . . strompreise-im-europaeischen-vergleich