Klimaschutz

Wozu das Ganze?

In der Vereinbarung der 14 Landkreiskommunen mit dem LKR Starnberg wird als Hauptgrund für die Planung das große CO2-Reduktionspotential von Windkraftanlagen genannt. Diese Annahme hält aber einer Prüfung nicht stand.

Die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratergremium der Bundesregierung, kommt in der Studie vom 15.9.2009 zu dem Ergebnis:
„EEG und KWKG leisten keinen Beitrag zur Reduktion des europäischen CO2-Ausstoßes. Sie verteuern aber kurzfristig sehr wohl die Stromproduktion in Deutschland“.
Quelle: Bundestagsdrucksache 1614060 Seite 7 Punkt 4

Die „Energiedaten Deutschland„, herausgegeben vom Bundeswirtschaftsministerium belegen sogar das Gegenteil: In den letzten 10 Jahren ist der Verbrauch fossiler Brennstoffe zur Stromproduktion in Deutschland, trotz massiver Steigerung der Solar- und Windkraft, nicht gefallen sondern gestiegen! Was 30.000 deutschen Windräder an guten Windstandorten in Norddeutschland bisher nicht erreicht haben, sollen nun weitere 1.500 Windräder in den bayrischen Schwachwindgebieten schaffen? Und für diese falsche Hoffnung sollen die Landschaftsschutzgebiete und Wälder unserer Heimat geopfert werden?

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Statistik-und-Prognosen/energiedaten.html

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Statistik-und-Prognosen/Energiedaten/gesamtausgabe.html

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/Binaer/energie-daten-gesamt,property=blob,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.xls

 

Windenergie kann keine konventionellen Kraftwerke ersetzen:

dena_Netzstudie_l_Zusammenfassung vom Feb 2005 Seite 12, Regel- und Reserveleistung (An der Studie war u.a. auch die Windkraftindustrie beteiligt): „…dass in diesem Umfang sicher einplanbare konventionelle Kraftwerksleistung langfristig ersetzt werden kann. Dieses entspricht einem Anteil von 6% (in Worten sechs %) der installierten Windenergiekapazität“.

Unabhängige Deutsche Physikalische Gesellschaft; Studie vom Sept. 2005 mit Bezug auf o.g. dena-Studie:„Diese schnellen Reserven sind ständig vorzuhalten, da man den Augenblick des maximalen Abrufs nicht kennt. Die eingangs erwähnte Reserveleistung, die für Flauten bereitsteht, wurde im Endausbau zu 94 % der installierten Windleistung bestimmt“.

 

Münchner Merkur vom 17.12.2011:

 

20.01.2012

Die energiewirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle wächst

Die Förderung von Braunkohle hat in Deutschland im vergangenen Jahr um rund 4 Prozent auf 176,5 Millionen Tonnen (Mio.t) zugenommen. Rund 90 Prozent der Produktion wurden in Kraftwerken zur Erzeugung von Strom und Fernwärme eingesetzt.
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/9341/2180657/die-energiewirtschaftliche-bedeutung-der-braunkohle-waechst-foerderung-und-einsatz-zur

 

3 Gedanken zu “Klimaschutz

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Die „Vier“ beschimpfen, Emotionen schüren und das Ergebnis ist Volksverdummung.
    Das ist das Rezept der Wind- und Sonnenstromverteidiger.
    Durch die Vorgaben der Natur lässt sich Strom aus Wind und Sonne nur in maximal 25% der Zeit erzeugen. Für 75% der Stromproduktion geht der CO2-Ausstoß in den fossilen Kraftwerken ungehindert weiter. Bei 25% der Stromproduktion müssen im Hintergrund die fossilen Stromproduktionsanlagen im Stand-by-Modus mitlaufen. Wenn man die Energieverluste durch den häufigen Lastwechsel bei den konservativen Stromproduktionsanlagen mit berücksichtigt ist die CO2-Einsparung entweder annähernd null oder sogar negativ.
    Behauptet wird, die zukünftigen Preissteigerungen bei den fossilen Brennstoffen würde Strom aus Wind und Sonne wettbewerbsfähig machen. Die Energiewende ist die von Risiko und Umfang her größte Wette, die je abgeschlossen wurde. Gewettet wird auf exorbitant steigende Preise der fossilen Brennstoffe. Nur moderate Preissteigerungen würden zum Verlust der Wette führen. Der Wetteinsatz ist die Gesundheit der deutschen Volkswirtschaft. Diese Politik geschieht vor dem Hintergrund, wo sogenannte Spekulanten für das Eingehen eines Bruchteils vergleichbaren Risikos von der Politik übelst beschimpft werden. Hintergrund unter http://www.politikbetrachtung.de
    Freundliche Grüße
    Horst Steinmetz
    60388 Frankfurt
    http://www.politikbetrachtung.de

  2. Also dass der Vorschlag, mit Wind und Sonne unsere Energieversorgung zu gewährleisten, nicht funktioniert wurde bereits vor vielen Jahren vorhergesagt und ist auch genau so eingetreten und wird sich auch so bald nicht ändern weil Speicher fehlen die in Zeiten von Wind- und Sonnenflaute angezapft und generell zur Glättung der Einspeisung des Zappelstroms herangezogen werden können.
    In Norddeutschland ist inzwischen mehr Leistung an Windkraft installiert als dort benötigt wird.

    Wieso wurde dort nicht bereits die komplette Stromversorgung für Haushalte, Verkehr und Industrie komplett auf Windstrom umgestellt? Wieso wurde bisher noch nicht der Beweis erbracht dass man mit Zappelstrom die Energieversorgung hinbekommt? Weil es in der Praxis einfach nicht funktioniert. Der nötige Strom kann nicht im Moment des Verbrauches produziert werden.

    Zurück zum „Gegenvorschlag“: Es müsste erst einmal ein Vorschlag auf dem Tisch liegen der uns von Fossilen Energieträgern unabhängig macht. Diesen Vorschlag gibt es bisher nicht. Also warten wir erst einmal diesen Vorschlag ab, dann können wir auch über darüber sprechen ob es Gegenvorschläge geben sollte. In der Zwischenzeit sollten wir aber damit aufhören einen Weg zu verfolgen der uns mit Sicherheit nicht ans Ziel bringt.

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