Erste Opfer des Berger Windparks


IMG_2881Auf der Kiesstraße beim WKA 2 – ca. 100 m Abstand in Windrichtung NW zur WKA – wurde am 22.05.16 eine tote Fledermaus gefunden.
IMG_2879Der Stein wurde vom Finder hingelegt, da sehr viele Radler unterwegs waren und die Fledermaus mitten auf der Straße lag.

Laut Genehmigungsbescheid ist „der Betrieb der Anlage so auszurichten, dass die Zahl der verunglückten Fledermäuse unter zwei Individuen pro Anlage und Jahr liegt“. Die Anlagen müssen bei entsprechender Witterung (mind. 8 °) abgeschaltet werden.
Zur Info:
http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Windenergie/Fledermaeuse-koennen-Windraeder-grossen-Baeumen-verwechseln

Woher kommt die Energie der Zukunft?

Im Filmbericht des BR geht es unter anderem auch um die Berger Windräder.

Quelle:
http://www.br.de/mediathek/./energie-der-zukunft1…
http://www.br.de/./bayerisches-fernsehen/./faszination-wissen/

Anfangsschwierigkeiten?

Rechtzeitig vor dem Jahresende ist auch das vierte Berger Windrad ans Netz gegangen, berichtet heute der Münchner Merkur. Die Anlage am Standort drei ist bereits seit 30. November im Betrieb und hat laut Angabe von Herrn Sing seitdem 457.000 kWh in das Stromnetz eingespeist.

Die Monate Dezember und Januar sind die windreichsten Monate in unseren Breiten. In diesen beiden Monaten ernten die Windfarmer knapp ein Viertel der gesamten Jahresmenge.

berg-ertragLaut Prognose der Windparkbetreiber/Gutachter soll der Jahresertrag jeder der vier Windkraftanlagen 7 Millionen kWh betragen. Die 457.000 kWh des Berger Windrads im Monat Dezember entsprechen  ~11,5% des Jahresertrages. Dieser würde dann, hoch gerechnet, bei knapp 4 Millionen kWh liegen. Das entspricht einem Minderertrag gegenüber der Prognose von 3 Millionen kWh oder  ~ 250.000.- Euro pro Windrad und Jahr.

http://www.merkur.de/./erstes-windrad-dreht-sich-energiewende-startet..

Zum Nachrechnen:
Excel-Tabelle mit den Werten des Berger Windpark-Prospektes

Zum Vergleich:
https://www.vr-dm.de/content/dam/f0564-0/pdfzip/buergerenergie/Windkraft/Soll-Ist-Vergleich_Zoeschingen_11_2015.pdf

Ich fürchte sie mittlerweile, die selbsternannten Weltenretter, . . .

„Windräder seien schön, heißt es. Und natürlich alternativlos. Habe sich die Landschaft nicht schon immer verändert? Wenn dann moderne Windkraftwerke, 200 Meter hoch und nachts rot befeuert, mit alten holländischen Windmühlen verglichen werden, bleibt einem ob solcher Ignoranz schlicht die Spucke weg. Dabei sind doch Schönheit und Harmonie kein Luxusgut, sondern Grundnahrungsmittel. Seit die Menschen ihre Höhlen kunstvoll zu bemalen begannen, streben sie danach. Wie kann es sein, dass innerhalb einer Generation bei vielen Menschen offenbar das Empfinden, ob etwas schön oder hässlich ist, verloren gegangen zu sein scheint? Oder muss man Dinge einfach schön finden, die einem ideologisch und/oder ökonomisch geboten erscheinen? Ich fürchte sie mittlerweile, die selbsternannten Weltenretter, die mit ihrer angemaßten höheren Moral oft alles nur noch schlimmer machen.“

Auszug aus der Austrittsrede von Herrn Georg Etscheit, ehemals Vorstandsmitglied der BN-Kreisgruppe München. Ich kann nur jedem Leser empfehlen, die ganze Austrittsrede von Herrn Etscheid zu lesen: Austrittsrede-aus-dem-BN.doc

Herr Etscheit war Vertreter für den Bund Naturschutz beim „Runden Tisch“ für die moderierte Bürgerbeteiligung der Gemeinde Schäftlarn. Seit November nahm er nicht mehr teil.

http://www.gute-geschichten.de/
http://www.umwelt-watchblog.de/vorstandsmitglied-der-bn-kreisgruppe-muenchen-tritt-aus-und-wechselt-zum-vlab

Fotos vom flügellahmen Windrad


 

Die Baustelle in Google-Maps:

Siehe dazu: http://gegenwind-starnberg.de/2015/11/das-fluegel-malheur/

„Das Flügel-Malheur“

Die Süddeutsche Zeitung berichtet:

Auf einem Waldweg zur östlichsten Windradbaustelle in den Wadlhauser Gäben bei Berg ist am Mittwoch ein Malheur passiert. Als die Arbeiter das dritte Windrad mit Flügeln versehen wollten, ist das Transportfahrzeug mit einem der Flügel gegen einen Baum geschrammt. „Ein dummer Fahrfehler“, sagt Robert Sing, Chef des gleichnamigen Ingenieurbüros, das den Anlagenbau koordiniert und leitet. Der Schaden an dem 25 Tonnen schweren Bauteil ist so groß, dass es nicht mehr repariert werden kann. Ein neuer Flügel muss herantransportiert werden. Am Baum hingegen sieht man wenig; die Rinde soll nur ganz leicht abgeschabt sein.

Ein Kommentator auf Facebook meint dazu:

Die Natur wehrt sich: Bäume verbiegen Rotorblätter ;-)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/berg-das-fluegel-malheur-1.2724369