Vorrang(-fläche) vor Naturschutz

Zufälle gibt`s! Um „Windwurf aufzuarbeiten“ hat die Gemeinde Pöcking eine ~200m lange schwerlastfähige Straßentrasse in das Landschaftsschutzgebiet bei Aschering schlagen lassen. Der neue Weg hat „ganz und garnichts“ mit den Pöckinger Konzentrationsflächen für Windkraft zu tun, sagt der Bürgermeister.
Der Vorgang zeigt anschaulich, wie ernst Gemeinden im Landkreis den Naturschutz nehmen, man ist sensibel wie eine Planierraupe!

Brutkasten des Max-Planck-Institutes für Ornithologie

Schneise zur Waldbewirtschaftung bei Aschering

Schneise zur Waldbewirtschaftung bei Aschering

Schneise zur Baustelle eines Windrades in Hessen

Weitere Bilder von der Rodung bei Aschering auf Skydrive:


 

Der Bericht im Münchner Merkur: MM-2012.06.19-Schneise_Aschering

3000 Hektar!

Bisher kannte ich nur grobe Schätzungen der Gesamtfläche aller geplanten Windvorranggebiete im Landkreis Starnberg. Auf der Internetseite http://www.etterschlag.de/Windrader/windrader.html stehen erstmals genaue Werte:
flaechen

Der dichtbesiedelte Landkreis Starnberg überbietet damit die Pläne des bayerischen Umweltministeriums um ein Vielfaches:
„Die für die Errichtung von Windkraftanlagen im Hinblick auf den Immissions- und Naturschutz voraussichtlich geeignete Flächen umfassen knapp 2 % der Landesfläche. Für die Errichtung der bayernweit erforderlichen 1.000 bis 1.500 Windkraftanlagen sind grob geschätzt 0,2 % der Landesfläche erforderlich. Bayern verfügt damit über ausreichend Flächen, um die gewünschte Zahl neuer Windkraftanlagen zu errichten und damit das Ausbauziel des bayerischen Energiekonzepts zu erreichen.“
Quelle: http://www.stmug.bayern.de/aktuell/presse/detailansicht.htm?tid=22914

Schattenwurf-Berechnung für das Gebiet Machtlfing/Aschering

Die Firma EDO Software aus Radibor, Sachsen, die sich u.a. mit Emissionsberechnungen von Windparks befasst hat uns eine Emissionskartierung des zu erwartenden Schattenwurfs für den möglicherweise geplanten Windpark Andechs/Machtlfing/Aschering zur Verfügung gestellt.

In den Emissionskarten sind die zu erwartenden, summierten, jährlichen  Schattenwurfzeiten farblich wiedergegeben. Die orange Zone zeigt den gesetzlich zulässigen Bereich von 30 Stunden Schattenwurf pro Jahr an.

Die Kartierung zeigt sehr deutlich auf, daß der vom Landkreis vorgesehene Unbewohnbarkeitsabstand von 1000 m um die geplanten Windparks mit 210 m Spitzenhöhe in Wirklichkeit nicht ausreichend erscheint.

Dieser Schattenwurf muss 30 Minuten pro Tag und 30 Stunden im Jahr toleriert werden!

Windparks in 3D

Unter Information/Download finden sich kmz-Datenfiles für das Programm Google Earth.  Diese Files enthalten die Daten der im Landkreis Starnberg geplanten Windparks. Das Programm zeigt dann die geplante Bebauung in 3D an. Google Earth gibt es kostenlos unter http://www.google.de/intl/de/earth/download/ge/

Dieses Video wurde mit obigem Programm und den Datenfiles erstellt: