Hohe Verluste für heimische Investoren

14.08.2014
Weil Störche und Rohrweihe gefährdet sind, erwirkt der Naturschutzbund NRW eine vorläufige Abschaltung des Windparkes Niedernheide in Preußisch-Oldendorf. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat einem Eil­antrag des NABU gegen den Bau und Betrieb des Windparkes Niedernheide stattgegeben. Daraufhin hat der Kreis Minden-Lübbecke eine Stilllegungsverfügung erlassen. Den überwiegend heimischen Investoren drohen herbe Verluste.

Quelle:
http://www.wochenblatt.com/…/fuenf-windraeder-stehen-still

Wal-Tran an den (grünen) Händen

Der britische Telegraph schreibt:

Nicht genug, dass Windräder die Landschaft zerstören, Pferde erschrecken, Vögel zerhacken, sich selbst entzünden, Immobilienwerte vernichten, die Anwohner mit Infraschall verrückt machen, die Strompreise hochtreiben, zu staatlicher Alimentierung führen, Grundbesitzer reicher und alle anderen ärmer machen, den Kauf von protzigen Elektro-Sportwagen fördern, seltene Erden mit ihren enormen Umweltschäden benötigen, für einen „grünen“ Arbeitsplatz 3,7 echte Arbeitsplätze zerstören, Nachbarschaften vergiften, Touristen vertreiben und Leben ruinieren, nein –

sie killen sogar Wale!

Quelle:
http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100080019/wind-farms-kill-whales-blubber-on-the-green-movements-hands/

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2321453/Dale-Vince-Victory-new-age-traveller-turned-green-energy-tycoon-judge-rules-DOESNT-support-ex-wife-divorced-earning-millions.html

Mäuse fürs Milan-Schreddern

Die radikale „Verspargelung der Landschaft“ im Namen des Klimaschutzes ohne Rücksicht auf die Natur beklagt DIE WELT am 03.03.2013. Der Politik kann es dabei nicht schnell genug gehen: „Investoren werden reihenweise gequält von den untersten Naturschutzbehörden in den Landratsämtern“ beklagt Claus Schmiedel, SPD-Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Landtag. Und die Naturschutzverbände schweigen, wenn nur die Kasse stimmt. Auch in Bayern fließt bei der Genehmigung von WKAs Geld an den „Naturschutz“: http://gegenwind-starnberg.de/2012/03/naturschutz-vom-winde-verweht/
Aber den Verbänden ist das noch viel zuwenig: „Wir wollen erreichen, dass etwa eine halbe Million Euro pro kleinem Windpark in eine Umweltstiftung fließen. Dafür würden wir dann auf Klagen verzichten“ meinte Konrad Volkhard, Funktionär des Nabu-Kreisverbandes Werra-Meißner. Einmal hat es schon geklappt, für 500.000.- Euro wurde eine Klage zurückgezogen. Aus den Mitteln sollte eine Studie über die Jagd des Milan in der Nähe von Windrädern finanziert werden. Der Name des Projektes: „Mäuse für den Milan“

Quelle, sehr lesenswert:
http://www.welt.de/print/wams/article114078274……

 Der Rotmilan im Flug:

Rotmilan in den Wadlhauser Gräben

toter Rotmilan neben Windrad

Im Windkraftvorranggebiet „Wadlhauser Gräben“ sind mehrere geschützte Vogelarten heimisch. Am Dienstag, den 26. Juni wurde beim Jägerwirt in Neufahrn das Artenschutzgutachten vom Plangsbüro Axel Beutler vorgestellt und es wurden Foto- und Filmaufnahmen des Rotmilans im Bereich Neufahrn/Wadlhauser Gräben gezeigt. Dieser vom Aussterben bedrohte Vogel zählt zu den „kollisionsgefärdeten Vogelarten“ und Windräder sollen zu den Nistplätzen dieser Vogelart einen Abstand von 1000m haben.

In der Bundesdrucksache 15/5188 heißt es:
Die bisher gefundenen Zahlen der von Windkraftanlagen getöteten Rotmilane und Seeadler sind in Relation zur Häufigkeit beider Arten in Deutschland vergleichsweise hoch. Sie sind auch relativ höher als die Opferzahlen anderer Greifvögel. Insofern kann von einem besonderen Risiko für diese Arten gesprochen werden.

Mehrere Verwaltungsgerichte haben WKA-Pläne gestoppt, weil sie u.a. Rotmilanpopulationen gefährdet hätten:

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof:
Nach § 35 Abs. 1 BauGB dürfen auch privilegierte Vorhaben im Außenbereich nicht zugelassen werden, wenn ihnen öffentliche Belange entgegenstehen. Ob dies der Fall ist, ist im Weg einer „nachvollziehenden“ Abwägung zu ermitteln. Dabei sind die öffentlichen Belange je nach ihrem Gewicht und dem Grad ihrer nachteiligen Betroffenheit einerseits und das kraft der gesetzlichen Privilegierung gesteigert durchsetzungsfähige Privatinteresse an der Verwirklichung des Vorhabens andererseits gegenüber zu stellen (BVerwG vom 27.1.2005 BVerwGE 122, 364). Gemessen daran kann eine Verunstaltung des Landschaftsbilds nur in Ausnahmefällen angenommen werden, wenn es sich um eine wegen ihrer Schönheit und Funktion besonders schutzwürdige Umgebung oder um einen besonders groben Eingriff in das Landschaftsbild handelt (BVerwG vom 18.3.2003 Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 358).

Das den drei Gemeinden im Regionalplan zugedachte Entwicklungspotential
auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs würde durch die Zulassung der Windkraftnutzung entwertet, indem die wichtige Grundlage für die den Gemeinden zugedachte Entwicklung, nämlich das charakteristische und weitgehend unberührte Landschaftsbild, unangemessen verändert würde.

Insbesondere der Rote Milan, in dessen Jagdgebiet beide Vorhaben liegen, ist an Windkraftanlagen in besonderer Weise durch Vogelschlag gefährdet. Er sucht seine Nahrung 50 bis 100 m hoch und damit in Nabenhöhe fliegend. Dies zeigen auch die erfassten Totfunde von Roten Milanen im Bereich von Windkraftanlagen.
Quelle: http://www.landesanwaltschaft.bayern.de/documents/14a2149b_000.pdf

Verwaltungsgericht Stuttgart:
Das öffentliche Interesse an der Erhaltung des Stand- und Nahrungsplatzes für Schwarz- und Rotmilane und deren Bestandes überwiege das private Interesse der Kläger, die Windkraftanlagen gerade in diesem Gebiet errichten zu dürfen, erheblich. Denn bei Schwarzmilan und Rotmilan handle es sich um besonders schutz- und erhaltungswürdige Vogelarten im Sinne der EG-Artenschutzverordnung und der Vogelschutz-Richtlinie. Weiter sei gerade der von dem beabsichtigten Bauvorhaben stärker betroffene Rotmilan besonders schutzwürdig, weil dieser europaweit mit einer verbliebenen Population von ca. 10.000 Exemplaren schwerpunktmäßig nur noch in Deutschland anzutreffen sei und die Bundesrepublik infolge dessen auch in besonderem Maße verpflichtet sei, das Überleben und die Vermehrung dieser stark bedrohten Art durch eine möglichst umfassende Erhaltung ihrer Lebensräume sicherzustellen.
Quelle: http://vgstuttgart.de/servlet/PB/menu/1198153/index.html?ROOT=1192939

Oberverwaltungsgericht Reinland-Pfalz:
Der Rotmilan jage – vor allem in der Brutzeit von Ende April bis Mitte Juli – meist bis zu 2,5 km weit vom Horst entfernt, die Nahrungsflüge erstreckten sich aber im Falle eines entsprechenden Nahrungsangebots durchaus regelmäßig auch über größere Entfernungen von bis zu 12 km.
….dass sich die zahlreichen Kollisionen von Rotmilanen im Zusammenhang mit der Nutzung von Windkraftanlagen in Deutschland als ein besonderes Problem herausgestellt hätten. Es handele sich überwiegend um lokale Brutvögel, wobei nach der Kollision in vielen Fällen auch noch eine Brut verloren gehen dürfte. Wegen der hohen Verantwortung, die die Bundesrepublik Deutschland für die Art trage, und des geringen Bestandes weltweit seien dringend Vorkehrungen zur Lösung dieses Problems zu treffen.
Quelle:
wka-urteil-ovg

VG Kassel zu gefährdeten Greifvogelarten: Rotmilane verhindern Bau von Windkraftanlagen.
In: Legal Tribune ONLINE, 04.07.2012,  http://www.lto.de/persistant/a_id/6531/ (abgerufen am 03.09.2012)

Zitat aus dem SZ-Bericht vom 26.09.2011 Isabel Meixner:
Zu Beginn der Veranstaltung stellte die Vorsitzende Suckfüll die Wadlhauser Gräben als besonders schützenswerten Lebensraum für gefährdete Tierarten wie den Rotmilan, den Uhu und den Schwarzstorch dar. Kühnel betonte, der Landkreis werde Gutachten dazu erstellen: „Wir wischen Ihre Bedenken doch nicht weg. Wenn der Uhu dort nachweislich lebt, werden keine Anlagen gebaut.“ Ein Großteil der Zuhörer quittierte seine Aussage mit Applaus, einige blieben kritisch: „Sie tricksen doch.“
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/wadlhauser-graeben-streit-ueber-windkraft-spitzt-sich-zu-1.1149130

Fotoserie eines getöteten Rotmilans:


Netzausbau geht vor Umweltschutz

Frage der FAZ:
Unter der Hand klagen Netzbetreiber über Verzögerungen durch Umwelt- und Tierschutzvorgaben.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler:
„Darüber müssen wir mit der EU reden. Auf Fachebene laufen die Gespräche. Dabei geht es vor allem um die Fauna-Flora-Habitat- sowie die Vogelschutz-Richtlinie. Da müssen wir ran. Jedem Beteiligten muss klar sein, dass wir auf die Herausforderungen der Energiewende auch unbequeme Antworten geben müssen. Auch das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Uns wäre bereits geholfen, wenn wir zum Beispiel beim Durchqueren von Schutzgebieten einen Teil der EU-Regeln auf Zeit außer Kraft setzen könnten.

Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiepolitik/im-gespraech-philipp-roesler-wir-muessen-an-die-foerderung-fuer-erneuerbare-energien-ran-11784716.html 

Aus der Praxis: Pferde und Windkraftanlagen

„Je  nach  Temperament  des  Pferdes  reagieren  diese  unterschiedlich  auf  Windräder.  Während die einen keine Reaktion oder sich nur leicht beunruhigt zeigen, wollen andere partout nicht näher an die Anlagen heran. Sie scheuen oder brennen durch“.

Umfangreiche Berichte: Existenzbedrohung für Pferdebetriebe

Reiter und Gestüte gegen Windkraftanlagen

Angeführt von den Olympiasiegern Ludger Beerbaum, Franke Sloothaak, Klaus Balkenhol, Isabell Werth und Nadine Capellmann wehren sich Reiter, Reitbetriebe und Deutschlands führende Gestüte gegen die zunehmende Errichtung von Windkraftanlagen. Unfälle seien programmiert, da die Anlagen teilweise dicht an den Reitanlagen errichtet würden und zum Teil sogar auf Weiden stehen. Die hochsensiblen Pferde würden darauf extrem empfindlich reagieren. Gefordert wird beim Bau solcher Anlagen ein Abstand von mindestens 2500 bis 3000 m zum nächsten Reitbetrieb.

http://www.sms-pferdenews.de//index….