Sehenswert!

Produzieren wir statt Ökoenergie die nachhaltigste Naturzerstörung?

geopferte_landschaftenDie Energiewende soll unser Klima retten – doch sie zerstört die Natur und die letzten halbwegs unberührten Landschaften. Flächendeckend wird das Land mit Windrädern vollgestellt, Vögel und Fledermäuse verenden elendiglich in den Rotoren der riesigen Windkraftwerke. Mais und Raps, großflächig als Energiepflanzen angebaut, laugen die Böden aus und zerstören die Brutstätten ohnehin gefährdeter Vogelarten.

Herausgegeben von Georg Etscheit
Heyne Verlag
November 2016 – kartoniert – 368 Seiten
16,99 €

>>> https://storchmann.shop-asp.de/…/geopferte_landschaften..

https://www.randomhouse.de/Paperback/Geopferte-Landschaften/Georg-Etscheit/Heyne/e502456.rhd#trailer

Gefahr aus der Luft

w_wissenBild aus der Sendung: W wie Wissen
Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

03.09.2016 | 6 Min. | Verfügbar bis 03.09.2021 | Quelle: Das Erste

Strom aus Windkraft gilt als ökologisch vorteilhaft. Doch Windkraftanlagen töten eine große Anzahl an Greifvögeln und Fledermäusen. Unvermeidbare Kollateralschäden oder ein zu hoher Preis für den Ökostrom?
http://mediathek.daserste.de/W-wie-Wissen/Wie-gefährlich-sind-Windkraftanlagen-für-Vögel ….

Erste Opfer des Berger Windparks


IMG_2881Auf der Kiesstraße beim WKA 2 – ca. 100 m Abstand in Windrichtung NW zur WKA – wurde am 22.05.16 eine tote Fledermaus gefunden.
IMG_2879Der Stein wurde vom Finder hingelegt, da sehr viele Radler unterwegs waren und die Fledermaus mitten auf der Straße lag.

Laut Genehmigungsbescheid ist „der Betrieb der Anlage so auszurichten, dass die Zahl der verunglückten Fledermäuse unter zwei Individuen pro Anlage und Jahr liegt“. Die Anlagen müssen bei entsprechender Witterung (mind. 8 °) abgeschaltet werden.
Zur Info:
http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Windenergie/Fledermaeuse-koennen-Windraeder-grossen-Baeumen-verwechseln

Vogelschlag bei den WKAs in Lamerdingen

Vögel auf Kollisionskurs – Streit um Windräder im Ostallgäu
Ein Filmbericht der BR Abendschau – Der Süden vom Dienstag, 9.6.2015

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/schwaben-und-altbayern/voegel-sterben-windraeder-ostallgaeu-100.html

Grüner Kapitalismus

Auch der Naturschützer Ebeling schämt sich, wegen seiner Solaranlage auf dem Dach: „Ich bin auch ein Subventionsritter“, sagt er. Mit Weltrettung habe das alles nichts zu tun. Für ihn ist die Energiewende ein gewaltiger Subventionsbetrieb, der die Wirtschaft und die Bürger mit teurem Strom belastet. Er spricht von „technogener Überprägung“ der Landschaft, von Milliardenverschwendung. Die Solaranlage stammt aus der Zeit, bevor er das erkannt hat.

Zitat aus: „Es weht Geld“    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/..

Der Wind, das Dorf und der Uhu

Widerstand gegen Windkraftanlagen – ein Bericht des WDR 05.03.15
Der Wind, das Dorf und der Uhu - WDR Fernsehen

„Gerd Bunk macht sich Sorgen: um sein Dorf, um die Natur und um seine Gesundheit. Er wohnt in Witzhelden, direkt an der Stadtgrenze zu Solingen. Nur ein paar Hundert Meter von seinem Haus entfernt sollen zwei Windkraftanlagen gebaut werden, jede so groß wie der Kölner Dom. „

http://www1.wdr.de/…/winddasdorfundderuhu

Genehmigungsbescheid fehlerhaft?

Pressemitteilung zur Windkraft Berg:
Landratsamt Starnberg beauflagt Nachuntersuchung zu Vogelgutachten

Am 31. Juli 2014 hat das Landratsamt Starnberg den immissionsschutzrechtlichen Bauantrag für vier Windkraftanlagen der Gemeinde Berg in den Wadlhauser Gräben genehmigt. Obwohl der Antrag erst nach dem Stichtag 04.02.2014 eingegangen war, hat das LRA Starnberg diesen vor inkraft treten des Gesetzes zur 10H Abstandsregel genehmigt. Die Gemeinde Berg ließ die Standorte roden obwohl mehrere Klagen anhängig sind und obwohl die Höhere Naturschutzbehörde davon ausging, dass nicht genehmigt werden kann, da für bestimmte Greifvögel das Tötungsrisiko nach den vorgelegten Unterlagen nicht ausgeschlossen werden kann.

Das Landratsamt Starnberg wurde von den übergeordneten Behörden zur Stellungnahmen aufgefordert. Statt einer Stellungnahme hat das LRA am 19.01.2015 einen Nachtrag zum Genehmigungsbescheid erlassen, in dem eine Nachuntersuchung zum Wespenbussard erfolgen muss in den Monaten Mai bis August 2015 – ein Baustopp wurde aber nicht verhängt. Wie soll eine Vogelbeobachtung durchgeführt werden, während im fraglichen Gebiet gewaltige Baumaßnahmen durchgeführt werden? Starnberg setzt sich also über alle Forderungen der übergeordneten Behörden hinweg.

Unsere Kritikpunkte zu diesem Bescheid sind folgende:

1. Ungenügende artenschutzrechtliche Untersuchungen / fehlerhafte Beurteilung zum Vorkommen des Wespenbussards
Die Höhere Naturschutzbehörde als zuständige Fachbehörde hatte bereits bei ihrer fachlichen Stellungnahme die fehlenden Grundlagen für eine Genehmigungsfähigkeit von zumindest 3 der 4 WKA gerügt. Das LRA Starnberg hatte bei Erlass des Genehmigungsbescheides diese fachliche Stellungnahme unberücksichtigt gelassen. Die Fehler bei der Ermittlung der Grundlagen für die Genehmigungen können nicht durch die Durchführung einer Nachuntersuchung geheilt werden:
Die Anlagen erst errichten zu lassen und dann per gutachterlicher Stellungnahme geeignete Maßnahmen zum Ausschluss des signifikanten Tötungsrisikos zu ermitteln, ist rechtswidrig. Es beweist die fehlende Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der gefährdeten Vogelarten. Sollten Horststandorte ermittelt werden, die im Ausschlussbereich befindlich sind, dürfen die Anlagen erst gar nicht errichtet werden! Denn dann gäbe es keine Maßnahmen, die zum Ausschluss des signifikanten Tötungsrisikos führen.

2. Artenschutzrechtliche Untersuchung während der Bauphase
Außerdem kann eine artenschutzrechtliche Prüfung nicht sinnvoll parallel zu den Bauarbeiten für 4 WKA mit enormen Baulärm und einem über 200 m hohem Baukran durchgeführt werden, da von dem Baulärm und den laufenden Arbeiten eine Scheuchwirkung ausgeht. Diese verfälscht die Ergebnisse und hat keine Aussagekraft für das zukünftige Verhalten der Vögel.. Bereits aus diesem Grund dürfen die Bauarbeiten im Frühjahr nicht beginnen. Einen Bescheid zu erlassen, der diesen wesentlichen Aspekt unberücksichtigt lässt, ist rechtsfehlerhaft. Auch aus diesem Grunde ist eine Heilung der Fehler in dem ursprünglichen Genehmigungsbescheid nicht wirksam erfolgt.

Insbesondere mögliche Investoren sollten wissen, dass diese neuerliche Untersuchung möglicherweise Auflagen wie die zeitweise Abschaltung der Anlagen zur Folge haben wird. Eine realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung ist deshalb derzeit unmöglich.

Maria Reitinger

Nachtrag zum Genehmigungsbescheid:  Bescheid_LRA_STA_19.01.2015

Windkraft spaltet Naturschützer

Lange brodelte es beim BUND Rheinland-Pfalz, am Donnerstag trat der Landesvorsitzende Neumann zurück. In einer schriftlichen Erklärung Neumanns hieß es: „Der Konflikt zwischen Windkraft und Naturschutz hat unseren Verband tief erschüttert und wird längst nicht mehr sachlich ausgetragen.“
Seit seinem Amtsantritt im April 2013 kritisierte er, dass der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz ungenügend gesteuert werde. So würden Fragen des Arten- und Naturschutzes vernachlässigt. „Es fehlt eine Qualitätsplanung mit ganz klaren Kriterien, wo Windenergie geht und wo nicht.“, kritisierte Neumann die Politik der Landesregierung.

Quelle:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/bund-landeschef-in-rheinland-pfalz-gibt-auf/.

Windkraft – das gewaltigste Naturzerstörungswerk seit 200 Jahren

Prof. Dr. Michael. Elicker, Staatsrechtler

Anders als zu Zeiten von Heinrich Heine braucht man heute gar nicht mehr bis an die deutsche Grenze zu kommen, damit einem ganz seltsam zumute wird. Schon von weitem kann man dem schmerzlichen Anblick der Sperrriegel von gigantischen Windrädern, die die ehemaligen Wälder des Landes in Industrielandschaften verwandelt haben, nicht entgehen. Selbst im Bereich des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks nicht. Schon die Kinder der Wanderer in der Kleinen Luxemburger Schweiz wissen sofort: „Dort ist Deutschland!“

Ja: Dort ist Deutschland, das artenreichste Land Europas, das gerade seine noch 2011 von der UNESCO als Weltnaturerbe gewürdigten Wälder mit den darin lebenden Tieren opfert – und das mit unfassbarer Rücksichtslosigkeit. Gerade waren Wildkatze und Luchs zurückgekehrt. In Wälder, die nun großflächig – und oft schon „vorsorglich“, damit man rasch bauen kann – dem Erdboden gleichgemacht werden (in Wahrheit bleibt nach den meist angewandten Methoden nicht einmal der Waldboden erhalten). Der ländliche Raum blutet gerade mehr aus als durch jedes andere Ereignis in den letzten 200 Jahren. Und wenn sich niemand findet, der dem wirksam entgegentritt, steht uns noch das Vielfache des bisherigen Zerstörungswerks bevor. Alle Konzepte der bisherigen Landesentwicklungsplanung, den ländlichen Raum aufzuwerten und der Entvölkerung entgegenzuwirken, werden konterkariert. Wer zieht schon „ins Grüne“, um dann in einer Industrielandschaft mit Immissionen wie Infraschall, Lärm und Schattenschlag zu leben? Immobilieneigentum von unbeteiligten Eigentümern wird auf diese Weise in Milliardenhöhe entwertet, deren Altersvorsorge ein großer Teil der Substanz genommen. Es handelt sich um eine Form der äußerst problematischen Enteignung zugunsten privater Dritter (ich komme darauf zurück) – dem steht oft ein Taschengeld gegenüber, das die planenden Kommunen von den Windkraftunternehmern einstreichen dürfen. Wiederum ist es auch eine Art von Mischfinanzierung, die dem Wahnsinn Methode gibt: Die Kommunen, die sich aufgrund chronischer Unterfinanzierung nicht mehr anders zu helfen wissen, verkaufen ihre Natur, ihre Tiere, aber auch die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Bürger (wird ausgeführt), um Kleckerbeträge aus den von den kleinen Stromkunden gespeisten Subventionstöpfen abbekommen zu können. Das ist eine Form des „goldenen Zügels“, mit dem man von oben eine letztlich nutzlose Ideologie umsetzt, auf die sich Politiker aufgrund mangelnder Kompetenz festgefahren haben. Ich würde es nicht so deutlich schreiben, hätte ich nicht schon viele Bürgermeister Dinge sagen hören wie: „Ihr wollt ein neues Dach auf dem Sportheim? Dann müsst Ihr Windräder stellen!“. Oder sie wollen sich an den Rädern auf dem eigenen Gebiet sogar beteiligen, um die Gemeindekasse zu sanieren. Wenn die Projekte dann umgesetzt sind, ist die Enttäuschung über den finanziellen Misserfolg riesengroß.

Erst dann erkennt man das nutzlose Opfer an der eigenen Naturlandschaft, der man beim Planen nur eine „mindere Schönheit“ bescheinigt hat. Das Opfer an den Tieren von Wald und Feld, die man als „nicht nachgewiesen“, „nicht schutzwürdig“ bzw. „nicht windkraftrelevant“ abgetan hat. Das Opfer, das die eigenen Einwohner zu bringen haben, deren Gesundheits- und Eigentumsinteressen man beim Planen gnädig „zur Kenntnis genommen“ aber für unmaßgeblich befunden hat. Opfer, die man bringt für eine reine Ideologie. Die grundlegende Wahrheit, die man endlich erkennen muss, heißt doch: Strom, der zur falschen Zeit am falschen Ort produziert wird, ist weniger wert als null. Die Ideologie der Energiewende kann man leicht auf den Boden der Tatsachen zurückholen, wenn man sich einige grundsätzliche Fragen stellt: Warum stehen wesentlich mehr Windräder still als laufen? Warum wurde der älteste Block des französischen Atomkraftwerks Cattenom wieder voll angefahren, anstatt wie geplant stillgelegt zu werden? Warum bezahlt der deutsche Stromkunde für stillstehende Kraftwerke? Warum bezahlt der deutsche Stromkunde für die Abgabe von Energie in das Ausland? Die Antwort hierauf, die noch ausgeführt wird, heißt kurz gesagt: Mangelnde Grundlastfähigkeit.

Dem somit für den Klimaschutz (wie näher gezeigt werden wird) irrelevanten Aufbau von großen Windkraftanlagen, steht ein hoher zu zahlender Preis gegenüber:

– Zunächst wird untersucht, welche Auswirkungen die Windenergieanlagen auf den Menschen haben, insbesondere unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes. Besonders problematisch ist hierbei der Infraschall. Dabei handelt es sich um nicht hörbare niederfrequente Schallwellen, deren gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch und Tier von der Medizin und Zivilgerichtsbarkeit mittlerweile anerkannt, aber von der Verwaltung und den Verwaltungsgerichten unter Verweis auf die veraltete TA Lärm ignoriert werden. Diese Problematik des Infraschalls wird eingehend untersucht, indem der Stand der medizinischen Forschung dargestellt und mit der Auffassung der Verwaltung verglichen wird.

– Daneben wird auch der Schutz des Eigentums eine wichtige Rolle spielen. Alleine die Planung von Windenergieanlagen in der Nachbarschaft schreckt bauwillige Interessenten ab und läßt die Grundstückspreise sinken. Gesprochen wird von Wertverlusten von ca. 40 Prozent bis hin zur völligen Unverkäuflichkeit eines Hausgrundstücks.

– Hiernach widme ich mich dem Tierschutz. Ein besonderes Augenmerk wird auf die aktuelle Rechtsprechung zum signifikant erhöhten Tötungsrisiko nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz gelegt. Das insbesondere bezüglich des Rotmilans, einer seltenen Vogelart, die unter einem besonders strengen Artenschutz steht und für deren Schutz Deutschland als Brutgebiet die Hauptverantwortung zufällt. Neben den Auswirkungen auf den Menschen und die Tierwelt sind es aber auch tiefgreifende Einschnitte in die Landschaft, die eine strengere Auswahl der Vorrangflächen gebieten. Insbesondere Kahlrodungen von Wäldern werfen waldrechtliche und naturschutzrechtliche Probleme auf, die sogar straf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Dimensionen haben.

– Aber auch hinsichtlich der Rechtsschutzmöglichkeiten von Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen und privaten Umweltschützern lassen sich interessante europarechtliche Entwicklungslinien aufzeigen, aufgrund derer man Deutschland zu einer Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit bringen könnte, statt es bei einer Umsetzung der politischen Ideologie „auf Teufel komm raus“ zu lassen.

An dieser Stelle darf ich dem Leser versichern, dass ich ein großer Freund einer intelligenten und wirksamen Nutzung von alternativen Energien, intelligenten Netzen sowie von Energieeinsparmöglichkeiten bin. Leider werden die hierzu notwendigen Entwicklungen zugunsten einer sinnlosen und zerstörerischen Subventionspolitik vernachlässigt. Auch hierauf soll im folgenden ein kurzer Seitenblick gerichtet werden.

Prof. Dr. Michael Elicker ist Staatsrechtslehrer
an der Universität des Saarlandes und Rechtsanwalt
in Luxemburg. Mit ihren deutschen Büros
in Saarbrücken und Ramstein/Pfalz hilft die
Kanzlei Prof. Elicker im Interesse von Natur und Mensch
bei der Bekämpfung des rechtsstaatswidrigen Windrad-Wahns.

26. Oktober 2014