Windige Prognosen (3)

Nach 13 Monaten Bauzeit wurde am 03.05.2013 in Zöschingen (Landkreis Dillingen) der zu diesem Zeitpunkt größte Bürgerwindpark Bayerns eingeweiht.

zöschingenAcht Windkraftanlagen des Typs Nordex N117/2400 mit einer Gesamtleistung von 19,2 MW sollen pro Jahr etwa 40 Millionen kWh elektrischer Energie liefern. Es wurden insgesamt nur (!) ca. 32 Millionen Euro investiert.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war eigens zur Eröffnung gekommen. Er bezeichnete den Bürgerwindpark, an dem 466 Privatpersonen beteiligt sind, in seiner Rede als ein Leuchtturmprojekt von dem er hoffe, dass es Schule mache. „So einen großen Bürgerkomplex haben wir noch nirgends. Man muss aus Betroffenen Beteiligte machen, dann werden sie sich auch mit ihrer Anlage identifizieren.“ 

Inzwischen sind aus den Beteiligten Betroffene geworden! Denn die erwarteten Gewinne stellen sich nicht ein. Statt der prognostizierten 4.850.000 kWh pro Windrad wurden in den letzten 12 Monaten nur 3.666.000 kWh geerntet.

Soll-/Ist-Vergleich der Erträge für die Jahre 2013 und 2014 (Stand 11/2014)
Quelle: VR-Bank Donau-Mindel eG

Die Anlagen erzielten nur 1527 Volllaststunden  pro Jahr und liegen damit weit unter den prognostizierten 2020 Volllaststunden . Dies hat natürlich ernste Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg des Windparks.

mehrjahresvergleich

Quelle: https://www.vr-dm.de/wir-fuer-sie/buergerenergie/windkraft-dillinger-land-eg/windpark-zoeschingen.html

Die Raiffeisenbanken Aschberg eG, Bissingen eG und die Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG initiierten die Windkraft Dillinger Land eG, welche drei der insgesamt acht Windkraftanlagen betreibt.  Allein für diese drei Anlagen summiert sich nach Berechnung dieser Banken der Minderertrag in den ersten 18 Monaten (Mai 2013 – Oktober 2014) auf 539.493.- Euro. 

Steuerlich ist diese Investition ein Verlustgeschäft:
Vom Jahresertrag in Höhe von ~350.000.- Euro pro Windrad gehen ab

  • die Abschreibung  250.000.- Euro (4 Mio/16 Jahre)
  • die Betriebskosten von ~120.000.- Euro (Quelle)
  • die Bankzinsen von durchschnittlich 40.000.- Euro (15 Jahre)

Die Einnahmen reichen nicht aus, einen Gewinn zu erzielen.

kredit

Auch die Liquidität ist stark gefährdet:
Vom Jahresertrag in Höhe von ~350.000.- Euro pro Windrad gehen ab

  • die Annuität für den Bankkredit ~210.000.- Euro
    (geschätzt 66% der Investition)
  • die Betriebskosten von ~120.000.- Euro (Quelle)

Es verbleiben somit nur noch ~20.000.- pro Jahr für die Verzinsung und Rückzahlung der 1.400.000.- Euro Einlagen der Anteilseigner. Diese werden 20 Jahre lang warten und hoffen müssen, ob sie in den letzten fünf „Goldenen Jahren“ ihr investiertes Geld zurück bekommen.

Quellen:
http://www.buergerwind-bachtal.de/ExposeKreuzbuche.pdf
http://www.buergerwind-bachtal.de/Wirtschaftlichkeitsberechnung.xls
https://www.rb-aschberg.de/wir-fuer-sie/windkraft/informationen.html
https://www.vr-dm.de/wir-fuer-sie/buergerenergie/windkraft-dillinger-land-eg/windpark-zoeschingen.html
http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Windpark-in-Zoeschingen-eroeffnet-600-Buerger-sind-beteiligt-id25081956.html
http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Bisher-nur-laue-Lueftchen-id32000167.html
http://www.ulrich-richter.de/fakten/wirtschaftlichkeit/fallbeispiel-eines-windparks/

2 Gedanken zu “Windige Prognosen (3)

  1. … dort stand sogar über ein Jahr ein Windmessmast. Soviel zur Vertrauenswürdigkeit solcher ‚Messungen‘. Auch in Zöschingen wurden sie geheim gehalten und waren damit nicht überprüfbar. Vor einigen Wochen fiel dem ‚Leuchtturmprojekt‘ ein Wespenbussard zum Opfer, ein Zufallsfund, das große Sterben findet im Stillen statt.

  2. 2015 – Ende der angstbasierten Politik. Rückkehr zur reinen Vernunft.

    Offener Brief (Appell)
    an alle politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger, Medien und Interessierte.

    Einige Vertreter der Politik, Wirtschaft aber auch der Wissenschaft haben das Thema „Klimavariation“ annektiert und in ihrem Sinne zum „Klimawandel“ bzw. aktuell zum „anthropogenen Klimawandel“ transformiert – und so der normalen (empirischen/messenden) Wissenschaft entrissen; unterschiedliche bis gegensätzliche Auffassungen über den Grad, Ursachen und Bewertungen von beobachteten Veränderungen nivelliert und selektiert; Umfragen und Szenarien aus Modellrechnungen zum Beweis erhoben und in Form eines zusammenfassenden Berichtes (IPCC-Sachstandsbericht, Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger) so eine Art Klima-Suren oder biblia sacra als Handbuch zur Rettung der Menschheit geschaffen.
    Die quasi-Machtübername der sog. postnormalen Wissenschaft, die sich allein durch Verwendung unwissenschaflicher Bewertungs-Termini , wie „hohes Vertrauen“, „sehr wahrscheinlich“, „etwa so wahrscheinlich wie nicht“ oder „außergewöhnlich unwahrscheinlich“ entlarvt, ist für jede Gesellschaft gefährlich, da sie nach Belieben von unterschiedlichen Interessengruppen in manipulativer Weise eingesetzt werden kann und nicht dem Zuwachs an Wissen und Erkenntnis für die Menschheit dient.
    Der unselige aber eben auch bewusste Einsatz von Begriffen wie „Klima-Katastrophe“, „Klimakiller CO2“ oder „anthropogener Klimawandel“ reiht sich ein in die Phalanx früherer Wortschöpfungen wie Hölle, Ketzerei, Hexe, Rassenschande, Waldsterben, Ozonloch – immer mit dem Impetus „der Mensch hat gesündigt“ und „das ist das Ende der Menschheit, der Welt, der Zivilisation …“. Die neuen „Weltretter“ predigen wie die alten:
    „Wehe Euch, wenn Ihr nicht ablasst!“ Der Emissionshandel, die radikale Transformation der Energiewirtschaft (EEG) und die unselige Energie-Einsparverordnung (EnEV) sind in Deutschland bereits Realität.

    So wurde aus einer wissenschaftlich nachgewiesenen Fehldeutung der Kausalität von CO2-Gehalt in der Atmosphäre und einer imaginären Welt-Durchschnittstemperatur eine Klimatheorie generiert, die am Ende auch noch den Menschen als für alles verantwortlich zeichnete (s. Hockey-Stick-Kurve von Michael E. Mann, Autor von „The Hockey Stick and the Climate Wars – Dispaches from the front lines“). Die Hollywood-Industrie und die Medien im Allgemeinen haben sich dankbar des Katastrophenthemas angenommen um Kasse zu machen – nun ja, das ist ihr Geschäft. Wenn aber staatlich geförderte Institutionen (IPCC,WBGU, PIK, CSC, IASS u.a.)* sich allein auf Modellrechnungen stützen ( Szenarien und Wenn-dann-Projektionen), die unterschiedliche Zukunftsszenarien simulieren (z.B. was passiert, wenn der Meeresspiegel um 2m ansteigt, oder die Durchschnittstemperatur um 4° steigt), deren Basisdaten sehr zweifelhafter (spekulativer) Natur sind und das für unser Leben (die Biosphäre) so notwendige Spurengas Kohlendioxyd (CO2) verteufeln und sogar als Verschmutzung bezeichnen (0,038% -Anteil in der Atmosphäre, Steigerung in 150 Jahren um 0,01%), dann wird das für die Gesellschaft insgesamt zu einem gravierenden Problem.
    Namentlich die Vertreter der o.g. Organisationen fordern öffentlich die sog. „Große Transformation“ (siehe z.B. Hauptgutachten des WBGU: „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“; Sonderbericht des WBGU: „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“;„Anthropozän-Projekt“; neues Feld: „Transformationsforschung“) bzw. eine „Global Governance“ für die „Green Economy“, “Green Society“, was nichts anderes heißt als die Entstaatlichung bzw. Neuordnung der Welt (Weltregierung mit autonomen Regionen, Staaten-Clubs…) und Schaffung einer Art Selbstregulierung und Steuerung durch multinationale- also Weltorganisationen (Klima-Werkzeuge:Climate Engineering/Geo Engineering, CO2-Emmissionshandel, CO2-Kreditkarten, Ökosystemleistungen=Natur-Kapitalisierung).
    Aus Wissenschaft wurde quasi eine Art Religion und wer Kritik äußert wird reflexartig öffentlich als inkompetent (Laie), nachfolgenden Generationen gegenüber als verantwortungslos, zumindest aber als Sonderling diffamiert.
    Das ursprünglich begründete hohe Vertrauen der Gesellschaft in ihre Wissenschaftler hat in der jüngeren Vergangenheit Schaden genommen. Studien, die einen Konsens unter Wissenschaftlern über den anthropogenen Klimawandel belegen sollen, sind allesamt widerlegt, werden aber permanent zitiert (97% Konsens = willkürliche Behauptung in J. Cook-Studie 2013).

    Kehren wir endlich zur Vernunft zurück und vertrauen wieder auf die bewährten „Regeln für gute wissenschaftliche Praxis“, wie sie z.B. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) formuliert wurden und seit Jahrzehnten internationaler Standard sind.

    Dr. Volker Rachui (Campaign Free Science)
    Potsdam (Germany)

    *IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
    WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale
    Umweltveränderungen
    PIK – Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung
    CSC – Climate Service Center
    IASS – Institute for Advanved Sustainability Studies

    Ergänzung I
    Ein Grundsatz guter wissenschaftlicher Praxis ist der Zweifel am eigenen Ergebnis (DFG). Es gibt bis heute kein nachvollziehbares, also überprüfbares Experiment, das einen durch CO2 verursachten Treibhauseffekt belegen würde. Es handelt sich also nach wie vor um die permanente Wiederholung der von Arrhenius 1896 veröffentlichten Vermutung (Chemistry), die lediglich eine Diskussion unter Fachkollegen anregen sollte. Wie in der Mathematik müssen Vermutungen (z.B. die Riemannsche V.) als richtig oder auch als falsch erklärt werden, und zwar durch Anwendung allgemein anerkannter Verfahren. Alles Andere bleibt unwissenschaftlich. Daran ändern Meinungsumfragen unter vielzähligen Forschern ebenso wenig, wie eine hohe Anzahl an Erwähnungen oder Veröffentlichungen in Science und Nature, die der Verbesserung des eigenen Image und Ranking dienlich sind.
    Dass unsere Welt nicht statisch ist und auch das Klima nicht auf alle Ewigkeit fix bleibt, wird wohl niemand bezweifeln. Das beweist der Blick in die Geschichte. In die Zukunft zu sehen ist allerdings noch keinem noch so genialen Menschen gelungen und kann naturgegeben niemals wissenschaftlich sein. Alle Maßnahmen, die der Mensch zu seinem eigenen Erhalt unternimmt, unterliegen lediglich einer Risikobewertung und gründen nicht auf den ultimativen Beweis der Richtigkeit des Eintretens eines Ereignisses in der Zukunft, ausgenommen der eigene Tod.

    Ergänzung II
    Bis zum Herbst 1989 haben noch einige DDR-Propagandisten den weltweiten Sieg des Sozialismus „wissenschaftlich“ begründet, während Andere sich – schlau genug – bereits von Bord geschlichen hatten. Natürlich gab es viele Leute, die an die VISION von einer gerechteren Welt glaubten – wissenschaftlich begründete Thesen aber gab es nie!
    Das Ende ist bekannt.

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