Windige Berechnungen (Träume)

Auch (halb-)staatliche Stellen beteiligen sich an der gezielten Desinformation der Bürger, wenn es um die Windenergie geht. Man kann das Schönrechnen allerdings auch übertreiben. So findet sich auf der Internetseite von C.A.R.M.E.N. e.V. folgende „Berechnung“ der Wirtschaftlichkeit einer 3MW-Windkraftanlage:

carmen

Die Grafik stellt eine vereinfachte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Ermittlung der Gewinnschwelle / Break-Even-Point) für eine Binnenlandanlage im 3 MW-Leistungsbereich dar und zeigt den maßgeblichen Einfluss der Windgeschwindigkeit auf die Ertragssituation einer Windenergieanlage. Quelle: http://www.carmen-ev.de/sonne-wind-co/windenergie/wirtschaftlichkeit

Bei einer Windgeschwindigkeit von 5 m/sec erzielt die 3MW-Anlage laut dieser Berechnung in 10,5 Jahren einen Ertrag von ~10 Millionen Euro und somit ~ 950.000.- Euro pro Jahr. Bei einem Preis von 0,09 Euro/kWh ergibt sich eine Volllastzeit von

950.000.- € / (3000kWh/h * 0,09€/kWh) = ~3520 Stunden.

Bei einer Windgeschwindigkeit von 6 m/sec erwirtschaftet dieses Wunderrad der Grafik nach in 20 Jahren 30 Millionen Euro, die ersten 10 Millionen Euro Ertrag werden schon nach 5 Jahren erreicht! Damit erzielt dieses Windrad einen Jahresertrag von 2 Millionen Euro und erreicht damit gigantische 7000 Volllaststunden.

Bei einer Windgeschwindigkeit von 7 m/sec würde dieses Windrad mehr als 10.000 Volllaststunden pro Jahr erzielen! Das Jahr hat aber leider nur 8760 Stunden. Ein wahrlich interessantes Phänomen!

Zum Vergleich die reellen Werte:

volllaststunden

Die reellen bayerischen Werte entsprechen beinahe exakt der dunkelblauen Linie in der CARMEN-Grafik. Bei 1700 Volllaststunden erwirtschaftet ein 3MW-Rad etwa 460.000- € pro Jahr oder ~ 9 Millionen Euro in 20 Jahren. Die Gewinnschwelle wird nie erreicht.

Ergänzung am 30.10.2014:
Die Grafik wurde inzwischen von der CARMEN-Internetseite genommen.