Berg beschließt Windradbau

Der Berger Gemeinderat beschloss heute mit nur zwei Gegenstimmen die Gründung einer GmbH & Co KG als Betreibergesellschaft für die geplanten Windräder. Er vertraut den optimistischen Berechnungen des Ingenieurbüros Sing mehr, als dem Bayerischen Windatlas:

Diese umfangreichen Berechnungen sowie die ausgeführten Messungen für den Standort Wadlhauser Gräben übersteigen den Genauigkeitsgrad des aktuellen „Bayerischen Windatlas“ bei weitem.

 

Quellen:
http://quh.twoday.net/
Bericht im Münchner Merkur
Bericht in der SZ

5 Gedanken zu “Berg beschließt Windradbau

  1. Sehr geehrter Herr Pentenrieder,

    nachdem ich über die Zustimmung des Gemeinderats zum Bau der Windräder bei Berg gelesen habe, habe ich folgende Nachricht an die Gemeinde Berg geschickt:

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Monn!

    Wie in den Medien zu lesen war, hat die Gemeinde Berg den Bau der Windkraftanlagen in den Wadlhäuser Gräben beschlossen. Ich bin nicht von den Windkraftanlagen betroffen, wohne gar nicht im Landkreis. Trotzdem bin ich betroffen, da durch den Bau unsere schöne bayerische Heimat zerstört wird. Um welchen Preis? Um die Energiewende voranzutreiben? Im Messgutachten auf Ihrer Homepage wird auf eine 5-monatige Lidar-Messung hingewiesen und diese im Vergleich mit den Messdaten der Windkraftanlage Fröttmaning verifiziert. Eine Windmessung sollte mindestens 12 Monate umfassen, um eine Einschätzung zuzulassen, außerdem belegt der Vergleich der Daten zwar die weitgehende Übereinstimmung, jedoch ist das Beispiel „Fröttmaning“ das denkbar schlechteste, denn es beweist, das auch hier die Windprognose zu hoch angesetzt war! Seit Jahren die Erträge unter denen der Prognose, von den geschätzten 1500 Stunden mit Volllast werden seit 10 Jahren durchschnittlich 1280 Stunden erreicht, nachzulesen im Energymap München, Nr. 340. Die zu hoch angesetzte Windprognose ist kein Einzelfall, ich befasse mich schon seit einiger Zeit sehr intensiv mit dem Thema „Windkraft“, Belege kann ich Ihnen gerne zukommen lassen. Auch das Fünfseenland wurde wiederholt als windschwaches Gebiet eingestuft,deshalb liegt die Vermutung nahe, daß die Windgutachten zu optimistisch ausgefallen sind. Ein wirtschaftlicher Betrieb wird daher nicht möglich sein, eine regionale Wertschöpfung auch nicht. Sicher wird dann zwar „grüner“ Strom produziert, aber in so geringem Ausmaß, daß eine Umweltzerstörung nicht gerechtfertigt ist. Zerstörte Natur, um angeblich die Umwelt zu schützen? Vor allem die einzigartige im Fünfseenland? Es wird doch noch andere Standorte oder Alternativen geben, oder? Sehr geehrter Herr Bürgermeister, danke, wenn Sie bis hierhin gelesen haben, es war mir ein echtes Anliegen, Ihnen zu schreiben. Bitte überdenken Sie nochmals Ihre Entscheidung, denken Sie an unsere unvergleichliche Heimat!

    Herzlicher Gruß
    U.B.

  2. es werden sicher alle geplanten windraeder kommen, weil dies im sinne der lobbyisten und politiker ist. solarfelder sind nicht in deren sinn, da die technischen anlagen nicht oder nur noch zu einem geringen teil aus dt. produktion stammen. da wird dann argumentiert, dass man die „nahrungsgrundlage“ der menschen durch umnutzung von ackerflaechen in solarfelder zerstoeren wuerde. ich weiss nur nicht was umweltfreundlicher ist, energiepflanzen oder solarfelder??? zumindest muessen solarfelder nicht „chemisch geduengt“ werden. im uebrigen ist hier die technik mittlerweile so weit fortgeschritten, dass doppelnutzungen durchaus auch in unseren breitengraden moeglich sind, also ackerbau (mit zugegebenermassen vermindertem ertrag) und solarpanele.

  3. Bayern ist ein Paradies auf Erden, unsere ganze Erde ist ein Paradies. Der Mensch hat bis heute nicht begriffen, dass er nur ein Teil davon ist, doch er erhebt sich und zerstört in „Windes“ Eile, er missbraucht die Natur und Tiere, er will nur Macht, mit aller Gewalt. Viele Chancen hatten wir die letzten 70 Jahre, wenige haben wir genutzt. Es ist so einfach, einen Wald abzuholzen, die Tiere und Pflanzen werden nicht gefragt, wie sie das finden, dass ihr Lebensraum nicht mehr da ist, doch wir alle können Geld nicht essen und haben täglich die Chance, bei sich selbst ein Pardies im Herzen und um sich herum zu schaffen – es ist so einfach !!!!
    Diese Windräder kosten so viel Geld, was könnte dafür nicht alles konstruktives geschehen ; da braucht es nicht viel im Kopf, um zu verstehen, dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, dass die Bienen und alle sensiblen Insekten über weite Km nicht mehr leben können, sie werden nicht mehr befruchten, heißt kein Obst, kein Gemüse etc… sie können die Schwingungen nicht ertragen.
    Auf der Demo in München gab es unendlich viele Beispiele für die Schäden an Natur, Tier und Mensch durch Windräder. Wenn jeder von seinem Energieverbrauch einsparen würde, wäre das nicht notwendig hier. Was für Dummheit die Menschen in der Lage sind zu begehen !!!!
    Danke , dass Sie das hier gelesen haben!
    Hochachtungsvoll VE

  4. Bei der ganzen Diskussion fällt mir schon länger auf: Bei allen kleinen Dingen des Täglichen Bedarfs wird inzwischen eine Ökobilanz erstellt. Natürlich auch bei sog. Nachwachsenden Rohstoffen. Die Verwendung von Rapsöl (RME) als Diesel-Ersatz wurde von verschiedenen (Öko?-)Verbänden mit dem Verweis auf eine angeblich negative Ökobilanz auf nahe Null zurück gefahren. Hat man denn eigentlich schon einmal daran gedacht, eine Ökobilanz aufzustellen für den geplanten Windpark am Starnberger See? Abholzung, gigantische Erdbewegungen und ebenso gigantischer Primärenergie-Aufwand. Nicht zu vergessen Herstellung und Transport der Anlagen incl. Kabel, Löschwasserversorgung (gibt es bisher nicht). Auf der anderen Seite der Gleichung dann gar klägliche Winderträge!
    Gleichzeitig entzieht man in nicht einmal 10 km Entfernung dem Wasserkraftwerk Mühltal größere Wassermengen, um die Isar wieder „wild“ werden zu lassen. Energiewende? zum Besseren?

    Oh Herr, lass Hirn regnen!

    GL

    • Der Herr hat schon genug Hirn regnen lassen, aber offensichtlich nicht die richtigen getroffen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.