Immobilienpreise im (Schlag-)Schatten

„Zahlreiche Immobilien in der Nähe von WKA sind quasi unverkäuflich“, erklärt Jürgen-Michael Schick, Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM). Verbandsmitglieder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein beklagten, dass einige Häuser seit Jahren mit Preisabschlägen von bis 40 Prozent angeboten würden. „Dennoch gibt es nicht einmal Interessenten für diese Objekte“, sagt Schick.

Der Verbandsvorsitzende des Eigentümerverbandes Haus&Grund Schleswig-Holstein Herr Jochem Schlotmann fordert daher das Land auf, einen gesetzlichen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für die betroffenen Eigentümer zu regeln. Deren Grundstücke würden unter anderem durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf, durch die bedrängende Wirkung und die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren. Wertverluste von 30 Prozent oder gar Unverkäuflichkeit der Immobilie seien nicht unüblich.

Eine gewisse Wertminderung von Grundstücken in der Nähe von Windparks sei zu befürchten, sagt auch der Kulmbacher Immobilienmakler Jörg Naumann. Doch könnten die Preise im ländlichen Raum gar nicht stark fallen, da sie nicht hoch seien – und sich die Nachfrage ohnehin in Grenzen halte.

Quellen:
http://news.immonet.de/windraeder-druecken-immobilienpreise/9046
http://www.welt.de/print-welt/article26119 . . . .
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/artikel . . . .
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Windkraft-Energiewende . . . . .

10 Gedanken zu “Immobilienpreise im (Schlag-)Schatten

  1. Natürlich fallen die Immobilienpreise ins Bodenlose. Das weiß der Betroffene schon lange. Aber in diesem Land kann nicht sein was nicht sein darf. In unserem Dorf stehen selbst ganze Bauernhöfe leer, da keiner in der Nähe von Windmühlen leben will die Nachts locker über 55 dB produzieren. Diese Höfe lassen sich nicht verkaufen. Mietswohnungen stehen leer, Läden schließen aufgrund schwindender Bevölkerung.

    Hier werden die Betroffenen, zugunsten einiger Wenigen, massiv benachteiligt und um ihre Altersvorsorge gebracht. So sieht also die Demokratie in der BRD aus.
    Kapitalfaschismus pur.

  2. Dieser Windpark liegt bei Salzgitter Lesse. Nachts sind bei uns 40 dB im „neuen“ Wohngebiet erlaubt. Im alten dagegen 45 dB. Aber der Gemeinde und Landkreis ist das egal.

    Das Dorf ist recht klein, und durch vermehrten Fortgang der Bevölkerung schrumpft auch die attraktive der Dörfer.

  3. Hmm. Ich bin nicht sicher was der Beitag von Günther Dekkinger bedeuten soll. Wer bei Google nachschlagen muß was einzelner Lärm ist, ist wohl nie neben Windrädern gewesen.

    „60 bis 80 dB (A) erreicht ein lautes Gespräch.“
    Und jetzt überlege mal wenn dieses „laute“ Gespräch direkt vor deinem Schlafzimmerfenster stattfindet. Jeden Tag, den ganzen Tag. Wenn man bedenkt in welcher Entfernung diese Lärmquirle stehen, ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung.

    Dann gibt es immer wieder Experten, die stellen Videos über Windräder ins Netz. Um zu zeigen wie leise diese sind. Ich habe das selber mal getestet. Dabei habe ich auch festgestellt, das die Videotechnik diese Geräusche gar nicht wiedegeben kann. Das was das menschliche Ohr hört kann die normale Technik schlecht, oder gar nicht, wiedergeben.

    „Im Bereich um 80 dB (A) liegen etwa Rasenmäher.“
    Was für ein Rasenmäher? Elektro oder Verbrenner? Aufsitzrasenmäher mit oder ohne Gebläse? Aber Hauptsache man muß nicht selber denken, das erledigt Google für einen. Unglaublich.

    • Auch diese Aussagen gibt es: Um die Anwohner vor Geräuschbelastungen zu schützen, müssen entsprechende Abstände zu Siedlungen eingehalten werden. Die Grenzwerte der zulässigen Schalldruckpegel liegen zwischen 35 Dezibel (A) bei reinen Wohngebieten und 45 Dezibel (A) bei Mischgebieten. Die statistischen Erhebungen im bayerischen Voralpenland zeigen, dass in einer Referenzhöhe von zehn Metern über dem Boden Windgeschwindigkeiten von drei Metern pro Sekunde nur äußerst selten überschritten werden. Hieraus lässt sich ableiten, dass bereits in einer Entfernung von 430 Metern der 35 Dezibel (A)-Grenzwert unterschritten wird. In 1000 Metern Entfernung liegt der Schallpegel dann bei etwa 25 Dezibel (A). Zum Vergleich: In einem ruhigen Schlafzimmer liegt der Schallpegel bei etwa 30 Dezibel (A).

  4. Ich wollte mit dem Statement nur drauf hinweisen, dass es immer Möglichkeiten gibt, den gesundheitsschädlichen Lärm Tag und Nacht durchlaufen zu lassen (Spitzen, Messabschlag). Die oft propagierten „Flüstergeräusche“ etc. sind entgegen der Meinung von nicht an der Geräuschquelle wohnenden, sehr wohl eine Belastung für die Menschen. Dies alles bezog sich auf das Statement von „wenns zu laut wird schaltet man halt ab“. Wenns zu laut wird kann man sich beschweren mit Gutachten und abwarten was die Betreiber und Gerichte entscheiden. Und natürlich wird dann immer entschieden „laufen lassen“. Ist ja alles Auslegungssache.

  5. Wenn WKA mit 20 Meter Nabenhöhe schon 25 db abwerfen in 1000 Meter Entfernung, wieviel Lärm produziert denn dann eine WKA mit Nabenhöhe 200 Meter? Ausserdem wäre interessant was bei 800 Meter für ein db Wert rauskommt(kleine und grosse WKA). Dies verhält sich nicht linear. Warum stellt man WKA nicht auf Berge, wenn wir unten nur 3 Meter pro Sekunde haben? Dort ist immer viel Wind. Wenn die Böen auf den Bergen ein Problem sind, warum nimmt man nicht vertikale Schaufeln. Würde auch optisch besser aussehen. Zum Thema Immobilienwertverlust : Es wundert mich nicht dass der Wert der Immobilie konstant bleibt. Das konnte man ja auch deutlich bei Immobilien beobachten, die neben Autobahnen, Eisenbahn, Atomkraftwerken, Gas und Kohlekraftwerken, etc. liegen. Da sind die Preise sofort angezogen und die Leute haben sich gerissen, eine Immobilie zu ergattern.

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